Thüringer Familienbund: "Die Diskussion um das Betreuungsgeld ist verlogen und unsachlich"

Landesgeschäftsführer Kurt Herzberg mahnt eine Versachlichung der Debatte an

Dr. Kurt Herzberg, Thüringer Landesgeschäftsführer des Familienbundes der Katholiken hat die öffentliche Diskussion um die Einführung des Betreuungsgeldes "als verlogen und unsachlich" kritisiert. Herzberg wörtlich: "Was hier an Falschem, Halb- und Unwahrheiten verbreitet wird, ist unerträglich."

Als Beispiel nannte Herzberg, dass in vielen Berichten und Statements das Lebensalter der Kinder verschwiegen wird, in dem das Betreuungsgeld gezahlt werden soll. Herzberg: "Wer zum Beispiel klar sagt, dass das Betreuungsgeld längstens bis zum 3. Geburtstag des Kindes gezahlt werden soll, kann nicht ernsthaft das Ende der vorschulischen Bildung aus dem Betreuungsgeld herleiten. Im Gegenteil: Die Erfahrungen mit dem Thüringer Erziehungsgeld zeigen, dass die so genannten Betreuungsquoten auf zuletzt 54,2% bei den 1-2jährigen Kinder und 83,7 % bei den 2-3jährigen Kindern gestiegen sind.2

Auch die Behauptung, dass Eltern mit dem Betreuungsgeld eine Honorierung für das Daheimbleiben erhalten, sei schlicht falsch. Herzberg wörtlich: "Richtig ist, dass alle Eltern eine Förderung bekommen sollen. Konkret: Der Kinderbetreuungsplatz für 1-2jährige Kinder kostet den Steuerzahlern in Thüringen ca. 500 EUR im Monat. So viel Geld bekommen Eltern, die diese Leistung selbst erbringen, nicht. Das Betreuungsgeld in Höhe von 150 EUR verringert allenfalls eine klaffende Gerechtigkeitslücke."

Herzberg wendet sich gegen eine politische Instrumentalisierung des Betreuungsgeldes und forderte eine Versachlichung der Debatte, "in der die Eltern und ihre Entscheidungen respektiert werden und zugleich das Wohl der Kleinkinder im Blick bleibt."

www.fdk-ef.de
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Quelle: Pressemitteilung des Familienbundes der Katholiken im Bistum Erfurt und im Freistaat Thüringen. Für den Inhalt ist der Absender verantwortlich.