Ökumenischer Akzent auf dem Weg zum XX. Weltjugendtag 2005

Das Weltjugendtagskreuz in Erfurt

Pressemitteilung der Pressestelle des XX. Weltjugendtages 2005 in Köln:*


Das Weltjugendtagskreuz hat am vergangenen Wochenende Erfurt erreicht. Dort bildete es am Samstag (8. Mai 2004) den Mittelpunkt während eines ökumenischen Akzents auf dem Weg zum XX. Weltjugendtag 2005 in Köln. Rund 500 evangelische und katholische Jugendliche hatten sich im Augustinerkloster eingefunden, um das Kreuz unter dem Leitwort "kreuzverbunden" zu empfangen. Das Augustinerkloster in Erfurt ist jener historische Ort, an dem Martin Luther Mönch wurde. Bischof Dr. Joachim, Bischof von Erfurt, begrüßte die Jugendlichen und ermutigte sie, das Kreuz als verbindendes Element zwischen den Konfessionen zu erfahren. Dr. Christoph Kähler, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen, würdigte das Weltjugendtagskreuz als Zeichen der Hoffnung auf dem Weg, das Gemeinsame beider Konfessionen zu finden.


In der eindrucksvollen Kirche hörten die jungen Teilnehmer mit Spannung die Predigt von Landesjugendpfarrer Ricklef Münnich von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen. Er machte auf zwei Beobachtungen am Kreuz aufmerksam: "Die Arme des Kreuzes weisen von der Mitte weg, fort vom Kreuz. Darin symbolisiert sich unsere Aufgabe, vom Kreuz, von Leid und Tod wegzuführen. Und es sind zwei Arme des Kreuzes, die von einander weglaufen. Sie stehen für verschiedene Richtungen des Christseins. Aber beide Arme des Kreuzes kommen aus derselben Mitte, dort liegt die Einheit, die das Kreuz bedeutet, die Einheit in Christus." Münnich zitierte ausdrücklich Papst Johannes Paul II., der der Jugend vor 20 Jahren das Weltjugendtagskreuz übergeben hatte. In Manila sagte der Papst damals: "Jugendliche von überall versammeln sich, um gemeinsam die Tatsache festzustellen, dass Jesus Christus für einen jeden derselbe ist. Alle sind Brüder und Schwestern in der einen Familie Gottes." Deshalb sei es, so Münnich, ein großartiger Moment, wenn das Weltjugendtagskreuz jetzt in der evangelischen Augustinerkirche zu Gast sei: "Unsere Aufgabe ist, nicht nur heute, sondern verstärkt und intensiver noch in der Zukunft Gemeinschaft miteinander zu suchen. Wir haben einander noch viel besser kennen zu lernen."


Am Abend wurde das Weltjugendtagskreuz in einer Lichterprozession mit Sambaklängen durch die Erfurter Innenstadt zum Domberg getragen. Vor 800 jungen Menschen rief Bischof Dr. Franz-Josef Bode, Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, dazu auf, in einer Welt von Trauer und Ungerechtigkeit Gott neu zu suchen: "Wo Gott gewählt wird, geliebt wird, an die erste Stelle gesetzt wird, relativieren sich selbst Leid und Tod. Wo er der Grund, die Mitte, das Ziel des Lebens ist, wo er nicht nur dann gesucht wird, wenn wir ihn brauchen, da ist auch im tiefsten Leid, im härtesten Schlag, ja selbst im Tod noch eine Möglichkeit der Begegnung mit ihm." Bode erinnerte daran, wie Christus selbst Licht in die Welt gebracht habe: "Deshalb ist das Kreuz das Zeichen des Lebens, das Plus-Zeichen vor der ganzen Klammer des Lebens, weil es der Dunkelheit einen Lichtblick gibt."


Am Sonntag (9. Mai 2004) fand außerdem die traditionelle Jugendwallfahrt des Bistums Erfurt statt, die vom Bund der Deutschen katholischen Jugend und der Jugendseelsorge im Bistum getragen wird. Mehr als 2.500 junge Menschen nahmen an ihr teil, wo erneut das Weltjugendtagskreuz im Mittelpunkt stand.



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Der XX. Weltjugendtag im Internet