Öffentlichkeit wird durch Pressetermin über die Sanierung der Erfurter Domtürme informiert

Erfurt (BiP). Sie ist riesengroß, die Aluminiumwand im Erfurter Dom, die den Hohen Chor und das Hauptschiff voneinander trennt. Besucher müssen sich mit der Auskunft zufrieden geben, dass die Schutzwand die Staubwolken zurückhalten soll, die bei der Sanierung der Domtürme entstehen. Was hinter der Wand geschieht, entzieht sich neugierigen Blicken. Aber es soll kein Geheimnis bleiben: Am Mittwoch, 12. Februar, findet ein Pressetermin statt, um die Öffentlichkeit darüber zu informieren, was sich seit Beginn der Turmsanierung getan hat und auf welche Ü;berraschungen man gestoßen ist.


Der Leiter des Dombauamtes, Andreas Gold, hat einige Nüsse zu knacken. Dass die Pläne für die Stabilisierung der Türme abgeändert werden mussten, stellt für solch ein gewaltiges Unternehmen nichts Ungewöhnliches dar. Aber zwei neu entdeckte Bauwerksfugen in der Nord- und Südwand des Hohen Chores werfen Fragen auf, auf die es noch keine Antworten gibt. Niemand weiß, wer die Fugen, wann und zu welchem Zweck errichtet hat.


Rätsel auch beim Chorgestühl. Das dunkle Eichenholz ließ bislang nicht vermuten, dass es im Bereich des Baldachins farbig gestaltet war, wie man jüngst feststellte. Mysteriös auch die Ü;berlieferungslücken in der Entstehungsgeschichte des Gestühls, auf die eine dendrochronologische Untersuchung aufmerksam werden ließ.


Es dürfte ein spannender Pressetermin werden, auch wenn nicht auf alle Fragen Antworten erwartet werden können.



Risse gefährden Türme des Erfurter Domes