Kulturrat sieht Kirche als einen wesentlichen Faktor der kulturellen Infrastruktur

Deutsche Bischofskonferenz und Deutscher Kulturrat unterstreichen Relevanz von Kultur



Die Deutsche Bischofskonferenz und der Deutsche Kulturrat haben die Relevanz von Kultur für den Einzelnen und die Gesellschaft unterstrichen. Bei einem Meinungsaustausch im Freiburger Augustinermuseum gestern Abend zwischen dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, und dem Vorsitzenden des Deutschen Kulturrates, Prof. Dr. Max Fuchs, würdigten die Gesprächspartner kulturelle Bildung als wichtige Aufgabe und Voraussetzung für kulturelle Teilhabe. Dafür müsse genügend Zeit im Ausbildungs-, Berufs- und Lebensalltag der Menschen bleiben. Beide Seiten verwiesen einhellig auf die besondere Verbindung von Kunst, Kultur und Religion.

Die Gesprächspartner waren sich bei ihrem Austausch einig, dass der reiche Schatz an kulturellem Erbe in den Kirchen zu bewahren sei. Die Deutsche Bischofskonferenz unterstrich, dass die katholische Kirche das kulturelle Gedächtnis pflegt, indem sie die christlichen Kulturschätze bewahrt, das religiöse Brauchtum wach hält, sich auf allen Bildungssektoren aktiv engagiert und die reichen musisch-ästhetischen Traditionen auch im 21. Jahrhundert fortführt. Der Deutsche Kulturrat hob den Beitrag der katholischen Kirche zur Ausformung einer kulturellen Identität hervor und sieht die Kirche als einen wesentlichen Faktor der kulturellen Infrastruktur. Dabei sei der Beitrag des Ehrenamts für die kirchlichen Angebote nicht zu unterschätzen.

Das Gespräch galt auch interkulturellen Fragen. Erzbischof Zollitsch hob das Engagement der Kirche als Weltkirche hervor: Sowohl in 68 Ländern mit ihren Auslandsgemeinden als auch in ihren Kirchen- und Hochschulgemeinden sowie Bildungseinrichtungen in Deutschland leiste sie interkulturelle Arbeit. Prof. Fuchs betonte, dass sich der Deutsche Kulturrat in den letzten Jahren vermehrt dem interkulturellen Dialog zugewendet habe und in dem kulturellen Austausch von Menschen unterschiedlicher Herkunft eine große Chance für unsere Gesellschaft sehe. Die Gesprächspartner stimmten überein, den interkulturellen Austausch mit Menschen mit Migrationshintergrund noch stärker in den Blick zu nehmen.

Die Nähe von Kirche und Kultur machte der Ort des Treffens, das Augustinermuseum Freiburg, deutlich, das neben der ständigen Sammlung alter Sakralkunst derzeit auch die Finalisten des Kunstpreises der Erzdiözese Freiburg präsentiert. Der Dialog von Tradition und Zeitgenossenschaft im kulturellen Bereich sowie deren Vermittlung sind nach Meinung von Bischofskonferenz und Kulturrat bedeutende Aufgaben, die auch in Zukunft fortgesetzt und intensiviert werden sollen.

Von Seiten der Deutschen Bischofskonferenz nahmen an dem Gespräch neben dem Vorsitzenden auch Bischof Dr. Friedhelm Hofmann (Würzburg), Weihbischof Dr. Paul Wehrle (Freiburg) und der Leiter des Katholischen Büros Berlin, Prälat Dr. Karl Jüsten, teil. Den Deutschen Kulturrat vertraten bei dem Gespräch neben dem Vorsitzenden seine beiden Stellvertreter, Christian Höppner und Regine Möbius, sowie der Geschäftsführer Olaf Zimmermann und die stellvertretende Geschäftsführerin Gabriele Schulz.

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www.deutscher-kulturrat.de


Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz. Den Inhalt verantwortet der Absender.