Keine geschäftsmäßige Sterbehilfe

Katholische Kirche unterstützt Gesetzesinitiative

Katholische Kirche unterstützt Gesetzesinitiative von Thüringen, Hessen und dem Saarland...

Erfurt (BiP). Die Katholische Kirche in Thüringen begrüßt und unterstützt den Gesetzesentwurf gegen die geschäftsmäßige Vermittlung von Gelegenheiten zur Selbsttötung. Der Entwurf ist vom Freistaat Thüringen gemeinsam mit den Bundesländern Hessen und Saarland in den Bundesrat eingebracht worden und wird zur Zeit in den Ausschüssen verhandelt. Der Leiter des Katholischen Büros Erfurt, Winfried Weinrich, würdigt den Gesetzesentwurf als einen Beitrag, "die Menschenwürde als Mittelpunkt des im Grundgesetz verankerten Wertsystems zu schützen und zu stärken".


Mit dem Gesetz soll verboten werden, dass eine Rechtsperson oder Organisation "geschäftsmäßig" sich zum Ziel setzt, anderen Menschen Hilfen zum Suizid zu leisten, indem etwa tödliches Gift zur Verfügung gestellt wird. Ob dies gegen Geld oder aus ideellen Motiven erfolgt, spielt zur Beurteilung eines "geschäftsmäßigen Handelns" keine Rolle.


Weinrich will Sterbehilfe-Organisationen wie "Dignitas" in der Schweiz die rote Karte zeigen und statt dessen die Palliativmedizin und die Hospizarbeit stärker gefördert sehen. "Auf diesen Feldern muss viel mehr geschehen, damit Menschen schmerzfrei und in Würde sterben können", sagt Weinrich und hat die die Medizinerausbildung, die Sterbebegleitung in Krankenhäusern und Heimen sowie die ambulante Pflege und Betreuung im Blick. So könne die Angst vor einem schmerzreichen und womöglich einsamen Sterben aufgefangen werden, meint der Leiter des Katholischen Büros.

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