Katholische Bistümer begehen Diaspora-Sonntag

Ü;ber 60.000 DM im Bistum Erfurt 1999 für die Diaspora gespendet

Erfurt (BiP). Unter dem Leitwort "Dem Nächsten Glauben schenken" steht der diesjährige Diaspora-Sonntag, den alle deutschen Bistümer am 7. Mai begehen. Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken bittet an diesem Tag um Gebet und Unterstützung für die katholischen Christen in der Diaspora Deutschlands, Skandinaviens und in Estland und Lettland. Unter der Diaspora versteht man Gebiete, in denen die Angehörigen einer Religion oder Konfession als Minderheit leben.

Die Kollekte des Diaspora-Sonntags 1999 erbrachte fast 6,5 Millionen Mark. Die Gemeinden des Bistums Erfurt steuerten 61.541 Mark dazu bei. Das war gegenüber 1998 eine Steigerung von 14,3 Prozent.

Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken ist eines der ältesten deutschen Hilfswerke. Seit nunmehr 150 Jahren fördert es die Seelsorge in der Diaspora. Weit mehr als 10.000 Kirchen, Gemeindehäuser, Schulen, Kindergärten, Jugend- und Bildungshäuser sind bislang durch die Förderung des Hilfswerkes neu oder umgebaut worden. So konnten beispielsweise seit 1990 über 210 Kleinbusse großflächigen Gemeinden in den neuen Bundesländern bereit gestellt werden.

Seit der Währungsreform im Jahr 1948 hat das Hilfswerk mit Sitz in Paderborn mehr als 1,3 Milliarden für die katholischen Christen in der Diaspora gesammelt. Diese Summe kam durch Spenden, Mitgliedsbeiträge, Schenkungen und Vermächtnisse sowie bei der jährlichen Kollekte zum Diaspora-Sonntag zusammen.



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