Hupend im Cabrio zur Lotterie

Ministerpräsident Althaus und Bischof Wanke verkauften die ersten Lose der Weltjugendtagslotterie

Erfurt (BiP). Mit einem offenen Sport-Cabrio ist Bischof Joachim Wanke noch nie bei einer Bistumswallfahrt vorgefahren, noch dazu mit Ministerpräsident Dieter Althaus am Steuer, der kräftig auf die Hupe drückte. Die beiden prominenten Thüringer hatten allen Grund aufzufallen, wollten sie doch die ersten Lose der Lotterie zum Weltjugendtag verkaufen.


Eine erfolgreiche Aktion: Die Wallfahrer standen nach dem Gottesdienst auf dem Domberg Schlange, um Wanke und Althaus die Lose für zwei Euro das Stück abzukaufen. "Ob man nun gewinnt oder nicht, in jedem Fall tut man etwas Gutes", unterstrich der Ministerpräsident. Der Erlös der Lotterie fließt in die Finanzierung des XX. Weltjugendtages 2005 in Köln, zu dem Papst Johannes Paul II. die Jugend der Welt eingeladen hat. Etwa 800.000 Jugendliche werden erwartet. Zum Programm gehören auch "Tage der Begegnung" in den deutschen Diözesen. "Im Bistum Erfurt haben wir im nächsten Jahr 3.000 Jugendliche aus allen Kontinenten zu Gast. Wir sind dankbar, dass es zu dieser Begegnung kommt", sagte Bischof Wanke. Das Geld aus der Lotterie helfe, der Jugend aus ärmeren Ländern die Teilnahme zu ermöglichen, warb der Bischof für den Kauf eines Loses. Die Gewinne lassen sich sehen: Neben dem Cabrio, einem Ford-StreetKA, in dem Bischof Wanke und Ministerpräsident Althaus vorgefahren waren, gibt es Geldpreise von 2 bis 20.000 Euro, Mobiltelefone sowie Reisen nach Rom zu gewinnen. Die Lotterie läuft bundesweit bis zum 31. Mai 2005. Zweieinhalb Monate später findet der XX. Weltjugendtag statt, zu dem der Papst nach Köln kommt.



Stichwort "Weltjugendtag"

Vom 11. bis zum 21. August 2005 lädt der Papst die Jugend der Welt zum XX. Weltjugendtag nach Deutschland ein. Weltjugendtage verstehen sich als Pilgerwege junger Menschen und sind zugleich ein Fest des Glaubens und der gelebten Solidarität. Das Leitwort für Köln stammt aus dem Matthäusevangelium: "Wir sind gekommen, um IHN anzubeten" (Mt 2,2). Nach den Tagen der Begegnung in den deutschen Diözesen (11.-15.8.2005) versammeln sich die internationalen Gäste mit ihren Gastgebern zu den zentralen Veranstaltungen im Erzbistum Köln. Der Papst selbst wird zu diesem Fest des Glaubens und der Begegnung nach Köln kommen.


Der erste Weltjugendtag fand 1986 auf Initiative von von Johannes Paul II. in Rom statt. Damit wurde die Tradition der regelmäßigen Treffen begründet. Bisher hat der Papst zu acht internationalen Treffen eingeladen, zuletzt 2002 nach Toronto (Kanada), wo auch 150 Jugendliche des Bistums Erfurt dabei waren. Zwischen den internationalen Weltjugendtagen finden weltweit nationale Jugendtage statt, so dass man Köln als XX. Weltjugendtag rechnet. Dort erwartet man im nächsten Jahr 800.000 Jugendliche, 600 Bischöfe und 4000 Journalisten aus aller Welt.

Informationen der Jugendseelsorge zum Weltjugendtag 2005