Großes Interesse am Weltgebetstag der Frauen

Frauen aus Südafrika haben die Liturgie vorbereitet

Bistum Erfurt (BiP). Das Interesse am ökumenischen Weltgebetstag der Frauen wird im Bistum Erfurt immer stärker.


Bei den regionalen Vorbereitungstreffen in Erfurt, Heiligenstadt und auf dem Kerbschen Berg nahmen mit 130 Teilnehmerinnen mehr Frauen als jemals zuvor teil. "Die Tendenz ist steigend", bilanziert Sabine Stephan, Referentin für Frauenseelsorge, erfreut. Insgesamt beteiligen sich Frauen aus über 100 katholischen Kirchengemeinden des Bistums mit ihren evangelischen Schwestern am Weltgebetstag, der am 3. März unter dem Motto "Zeichen der Zeit" gefeiert wird.


Der Weltgebetstag ist die weltweit größte ökumenische Laienbewegung; seinen Anfang nahm er vor 100 Jahren in den USA. Mittlerweile findet er in rund 170 Ländern statt und verbindet mehr als eine Million Frauen in Gebet und solidarischem Handeln. Mit "informiertem Gebet und dem vom Gebet durchdrungenen Handeln" sollen Brücken zwischen den Konfessionen, Nationen und den Völkern dieser Erde gebaut werden.


Schwerpunktland dieses Jahres ist Südafrika. "Schon bei den Vorbereitungstreffen haben sich die Frauen mit dem Gottesdienstmodell, das Südafrikanerinnen für den 3. März vorbereitet haben, und der Situation der Frauen in Südafrika auseinandergesetzt", erzählt Sabine Stephan. Südafrika sei heute nach den Zeiten der Apartheid eine Demokratie. "Aber neben diesem positiven Zeichen der Zeit gibt es auch andere", sagt Frau Stephan und nennt die hohe Arbeitslosigkeit, Gewalt, Kriminalität, die sich rasch verbreitende Aids-Seuche und die Landflucht. "Niemand wird es wundern, dass diese Situation Frauen besonders belastet", meint die Frauenseelsorgerin.


In den Weltgebetstagsgottesdiensten und bei den anschließenden Zusammenkünften in den katholischen oder evangelischen Gemeinden werde dies alles zur Sprache kommen. "Doch wir werden uns nicht nur informieren, sondern durch das gemeinsame Gebet solidarischer und handlungsfähiger", unterstreicht Frau Stephan. Dafür steht auch die Kollekte, die im Gottesdienst gesammelt wird. Im vergangenen Jahr kamen in Deutschland 2,65 Millionen Euro zusammen. Allein in Südafrika konnten davon mit rund 205.000 Euro 13 Projekte gefördert werden.




www.weltgebetstag.de