Förderin des ehrenamtlichen Engagements der Gläubigen

Zum Tod von Hildegard Aust

 

Am Dienstagmorgen, dem 26. März 2024 rief Gott, der Herr über Leben und Tod, Hildegard Aust zu sich in sein himmlisches Reich.

Hildegard Aust wurde am 29. Mai 1928 im schlesischen Kamenz(Kreis Frankenstein) geboren. Ihr Vater arbeitete bei der Reichsbahn und die Familie betrieb einen kleinen Hof. Hildegard Aust arbeitete in einem Kinderheim. Durch die Vertreibung kam die Familie zu Fuß in Weißenborn (bei Bad Klosterlausnitz) an. Frau Aust fand Arbeit als Stationshilfe im Luisenheim der Vinzentinerinnen in Jena.

Dort wurde sie von den Priestern, die auf dem Jenaer Land tätig waren angesprochen, ob sie nicht in der Seelsorge tätig sein wolle und sagte zu. Ab dem Sommer 1949 belegte sie bis zum Jahr 1951 berufsbegleitend mehrere Lehrgänge im Erfurter Proseminar und begann ihre Arbeit in Bürgel bei Jena.

1959 erhielt sie die Anerkennung als Katechetin. In Bürgel wirkte Hildegard Aust mehrere Jahre sehr selbstständig, bis sie sich im Jahr 1967 entschied, für Vikar Rheinländer den Haushalt zu führen. Im Jahr 1973 kehrte Frau Aust in den pastoralen Dienst zurück und übernahm in Stolberg/Harz eine Seelsorgestelle. Dort wartete eine Vielzahl an Arbeiten auf sie: Sie gab Religionsunterricht in Stolberg, Rottleberode, Stempeda und Uftrungen, betreute seelsorglich die Kinder und Familien, kümmerte sich um das große Pfarrhaus samt Garten und ermöglichte im Sommer den Priestern des Bistums im Gästezimmer des Pfarrhauses für einige Tagen Urlaub zu machen. Frau Aust konnte recht resolut und strikt sein, war aber zugleich sehr zugewandt und gastfreundlich. Zudem förderte sie das ehrenamtliche Engagement der Gläubigen vor Ort.

Als im Jahr 1975 der Nordhäuser Pfarrer sie ansprach, die Leitung von Wortgottesfeiern zu übernehmen, verwies sie auf einen Ehrenamtlichen, der diesen Dienst übernehmen könne und den sie unterstützen würde. Nach fünfzehnjährigem Dienst in Stolberg beendete Hildegard Aust im Jahr 1988 ihre pastorale Tätigkeit in Thüringen.
Mit dem 60. Lebensjahr zog sie aus der DDR nach Mönchengladbach, wo ein Teil ihrer Verwandtschaft lebte. In den letzten Lebensjahren wohnte Hildegard Aust zunächst in Erkelenz und dann in Hückelhoven-Baal in einem Pflegeheim.

Die Trauerfeier für Hildegard Aust findet am Freitag, den 3. Mai um 9.00 Uhr in der Grabeskirche St. Matthias in Mönchengladbach-Günhoven statt, die Beisetzung anschließend auf dem Hochstein-Friedhof neben der Kirche.