Festtagsgeläut ohne Festtag

Die Glocken des Erfurter Domes und der Allerheiligenkirche läuten von Montag bis Mittwoch, weil sie gewartet werden

Erfurt (BiP). Wenn die Glocken des Erfurter Domes läuten, laden sie normalerweise zu Gottesdiensten und Gebet, schlagen die Stunde oder zeigen ein besonderes Ereignis an. Von Montag bis Mittwoch, 3. bis 5. September ist das aber nicht der Fall, zumindest nicht jedes Mal. An diesen Tagen werden die Glocken des Mariendomes und der Allerheiligenkirche mehrmals im Plenum wie an Festtagen, aber auch allein und in verschiedenen Kombinationen geläutet, weil die routinemäßig Wartung ansteht.

Fachleute überprüfen dann unter anderem alle mechanischen Teile, fetten die Lager und überprüfen die Kettenspannung der Läutemaschinen. Im Erfurter Dom gibt es 13 Glocken, darunter die Gloriosa (Foto), die größte, freischwingende mittelalterliche Glocke der Welt, sowie zwei Glocken für den Stundenschlag. Im Turm der Allerheiligenkirche hängen zwei Glocken.

Dompropst Gregor Arndt kann dem Wartungsgeläut sogar eine spirituelle Note abringen: "Auch wenn die Glocken an den drei Tagen nicht immer zu geistlichem Tun rufen, ist es natürlich niemandem genommen, dann innezuhalten und im hektischen Alltag einen Moment der Stille und Besinnung zu gewinnen."

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