BDKJ-Jugendvertreter berieten über Bildungsaspekte

Pressemitteilung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend - Diözesanverband Erfurt:

30 Dekanatsjugendsprecher und Jugendverbandsvertreter des Bistums Erfurt trafen sich vom 23.-25.März in Erfurt zu ihrem Jugendforum und verständigten sich über Leitlinien zur Bildungsdebatte aus ihrer Sicht.

Das Jugendforum wird jährlich vom Diözesanverband Erfurt des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) veranstaltet und ist die Mitgliederversammlung dieses Dachverbandes. Schwerpunkt war diesesmal die Beratung über ein Positionspapier, mit dem die jungen Christen bestimmte Aspekte in die aktuelle gesellschaftliche Bildungsdiskussion einbringen möchten. So war es der Versammlung sehr wichtig, daß jungen Menschen in unserer heutigen Zeit nicht nur marktgerechte Fachkompetenzen vermittelt werden, sondern auch soziale Qualifikationen für das gemeinschaftliche Leben. Dafür ist es u.a. erforderlich, die Familie zu stärken und noch mehr in die Kinder- und Jugendarbeit einzubeziehen sowie die Zusammenarbeit mit Schulen zu suchen. Außerdem plädierten die Jugendlichen dafür, den personalen Charakter von Bildungsprozessen zu berücksichtigen und die Vorbildwirkung von Lehrerern und anderen Lehrenden zu verdeutlichen. Dies muß zukünftig auch wieder stärker bei der Ausbildung von Pädagogen berücksichtigt werden. Weiterhin ist besonders wichtig, daß "Zielstrebige und belastbare, mit fachlichen, menschlichen und religiösen Kompetenzen ausgestattete Personen für Angebote der Kinder- und Jugendarbeit engagiert" werden. Als dritter Bildungsaspekt wurde die Kommunikation für sehr entscheidend herausgestellt. Die in Bildungsprozessen miteinander Kommunizierenden müssen unabhängig von Funktion, Rolle oder Auftrag gleichberechtigte und gleichwertige Partner sein. Darüber hinaus ist es gerade auch durch die diasporakirchliche Situation notwendig, die Öffentlichkeitsarbeit auszubauen und dabei möglichst eine auch für Nichtchristen verständliche Sprache zu verwenden.

Die anwesenden Delegierten beschlossen, ihre verabredeten Leitlinien zur Bildungsdiskussion in den nächsten Monaten in den Dekanats- und Verbandsjugendgruppen weiter zu diskutieren und auch mit Politikern dazu ins Gespräch zu kommen.

Im anschließenden Konferenzteil wurden weitere Beschlüsse gefaßt. Ein klares Votum gab es für eine verstärkte Unterstützung der regionalen Kinder- und Jugendarbeit durch die Bistumsebene. Außerdem soll durch eine zusätzliche Großveranstaltung im Jahr 2002 die Vernetzung der Mitgliedsverbände im BDKJ-Diözesanverband Erfurt ausgeweitet werden. Mit großer Mehrheit wurde Beate Kuhn aus Bad Salzungen zur neuen Diözesanvorsitzenden gewählt und Katharina Grunwald aus Arnstadt verstärkt künftig den Vorstand.

Am Samstag besuchte Bischof Wanke das Jugendforum und nahm teil an der gesungenen Vesper und dem Abendprogramm. Dort staunte er nicht schlecht bei der gegenseitigen Vorstellung der Jugendverbände und Dekanatsjugendaktivitäten, was trotz abnehmenden Katholikenzahlen und geringem hauptamtlichen Personal noch in der Kinder- und Jugendarbeit gerade auch im Diasporagebiet so geschieht.

Der abschließende Sonntagsgottesdienst wurde von der Band "simplic" aus Uder gestaltet, deren Mitglieder auch alle bei der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) mitarbeiten.

Robert Weidler, BDKJ-Geschäftsführer



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