Aufruf zur Palmsonntagskollekte 2019

„Sie sollen nicht weniger werden … Gemeinsam den Christen im Heiligen Land eine Zukunft geben“

Bild: Bernhard Riedl; in: Pfarrbriefservice.de

Die deutschen Bischöfe rufen auch in diesem Jahr zur Palmsonntagskollekte (14. April 2019) für die Christen in der Ursprungsregion des christlichen Glaubens auf. Die Kollekte steht unter dem Leitwort „Sie sollen nicht weniger werden … Gemeinsam den Christen im Heiligen Land eine Zukunft geben“ und kommt der Arbeit des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande und des Kommissariats des Heiligen Landes der Deutschen Franziskanerprovinz zugute. Mit der Kollekte werden pastorale Projekte, sozial-caritative Vorhaben und Bildungsprogramme der Kirchen unterstützt.

Seit Jahren verlassen Christen in einem anhaltenden Exodus das Heilige Land, das seit Jesu Zeiten ihre Heimat ist. Die schwierige Lebenssituation ist für viele von ihnen so unerträglich geworden, dass sie keinen anderen Ausweg sehen. Die Zahl der Christen in Jerusalem ist in den vergangenen Jahrzehnten auf 12.000 zurückgegangen. In Betlehem sank ihr Anteil von ehemals 80 auf 20 Prozent.

Mit der alljährlichen Palmsonntagskollekte setzen sich die Bischöfe für eine Verbesserung der Lage der Christen im Heiligen Land ein. Pastorale, sozial-caritative Projekte machen den Christen im Heiligen Land auch unter schwierigen Bedingungen Mut und eröffnen neue Perspektiven für eine Zukunft in ihrer angestammten Heimat. Angesichts der Herausforderungen das Gefühl der Gemeinschaft und Zugehörigkeit bei den Christen aufrechtzuerhalten, ist von besonderer Bedeutung.

Die Bischöfe weisen in ihrem Aufruf darauf hin, dass Anteilnahme und Hilfe die Christen im Heiligen Land darin stärkt, „in der Ursprungsregion unseres Glaubens trotz schwieriger Lebensbedingungen vom Evangelium Zeugnis zu geben. Ohne sie, die ‚lebendigen Steine‘ der christlichen Gemeinden, würde das Christentum im Heiligen Land nur noch musealen Charakter haben“.

Mit der Feier des Palmsonntags wird die Karwoche eröffnet. In den Gottesdiensten wird die Passion Jesu gelesen, die mit seinem feierlichen Einzug in Jerusalem beginnt.