Aktion Autofasten Thüringen 2023 startet am Aschermittwoch

Fastentickets und Baumpflanzungen

 

Am morgigen Aschermittwoch (22. Februar) startet zum zwölften Mal die Aktion „Autofasten. Alltag neu erfahren“ in Thüringen. Sie soll dazu anregen, über das eigene Mobilitätsverhalten nachzudenken und in der Fastenzeit bis Karsamstag (8. April) öfter mal das Auto stehen zu lassen und Alternativen auszuprobieren. Gezielte Werbung, spezielle Angebote („Fastentickets“) und Aktionen sollen das Ausprobieren des öffentlichen Personennahverkehrs und von Carsharing sowie den Umstieg auf das Fahrrad erleichtern.


Ein spezielles Autofasten-Ticket bietet das Busunternehmen MBB Meininger Busbetriebs GmbH im Landkreis Schmalkalden-Meiningen an. Damit kann Busfahren kostengünstig ausprobiert werden. Andere Verkehrsunternehmen werben mit dauerhaft günstigen Angeboten und Mobilitätsberatungen.

„Die Mobilitätswende ist in aller Munde. Wir freuen uns, dass durch die Einführung des Deutschlandtickets im Mai die Nutzung des ÖPNV deutlich vereinfacht wird. Diesen Schwung sollten und werden wir nutzen, um noch mehr Menschen mit attraktiven Angeboten für Busse und Bahnen zu begeistern – auch und vor allem im ländlichen Raum. Die Autofasten-Aktion lädt bereits vorab zum Ausprobieren ein! Anlässe gibt es genug: Fahrten zur Arbeit oder in der Freizeit, zum Bummeln und Einkaufen, für Besuche von Freizeiteinrichtungen oder Ausflüge… Wir freuen uns auf viele neue Fahrgäste!“,

sagt Bert Hamm, Vorsitzender von Bus & Bahn Thüringen e. V. und Geschäftsführer des Busunternehmens KomBus GmbH in Ostthüringen.

„Autofasten bietet eine gute Gelegenheit, über die eigene Mobilität nachzudenken und Alternativen zum Auto auszuprobieren. Das geht nicht überall und immer, aber gerade in der Stadt gibt es tolle Angebote zum Bus, Bahn oder Fahrrad fahren. Wer in den nächsten Wochen im Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT) unterwegs ist, kann doppelt was für die Umwelt tun: ÖPNV statt Auto nutzen und gleichzeitig Bäume sammeln, die unser Wald dringend braucht“

so Christoph Heuing, VMT-Geschäftsführer. Denn für jede Fahrt mit dem ÖPNV während der Fastenzeit, bei der die FAIRTIQ-App genutzt wird, werden Bäume "gesammelt", die gemeinsam mit der ThüringenForst AöR in Thüringen gepflanzt werden.

„Wir wollen gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Regionen unseres Freistaats. Deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, den ÖPNV sowie den Rad- und Fußverkehr zu stärken und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Der ÖPNV muss mit modernen Bussen und Bahnen attraktive und bezahlbare Angebote unterbreiten. Eine gute Radinfrastruktur ist Voraussetzung für mehr Fahrradmobilität in allen Regionen. Die Aktion ‚Autofasten‘ unterstütze ich sehr gern. Schnuppertickets und viele weitere Angebote zahlreicher Verkehrsunternehmen, Kommunen, Vereine und Verbände bieten die Chance, Mobilitätsangebote jenseits des Autos besser kennenzulernen und mit dem bald verfügbaren Deutschlandticket hoffentlich auch dauerhaft zu nutzen“,

so Susanna Karawanskij, Thüringens Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft.


Friedrich Kramer, Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, zum Autofasten:

„Zur Fastenzeit ermutige ich uns alle, in diesen sieben Wochen bewusst die möglichen Alternativen zum Auto zu nutzen und darin vielleicht sogar einen Gewinn an Lebensqualität zu entdecken. Viele von uns sind verliebt in ihr Auto. Dabei wissen wir, dass in unseren Städten die Zukunft der Fortbewegung anders aussehen muss und wird: Wir werden viel mehr zu Fuß gehen, die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen und Fahrrad fahren. Freilich sind viele Menschen, die auf dem Land wohnen oder zu ihrer Arbeit pendeln, auch weiterhin auf ihr Auto angewiesen. Hier muss das Auto selbst grüner und der Nahverkehr ausgebaut werden”.


Auch Ulrich Neymeyr, katholischer Bischof von Erfurt, unterstützt die Aktion erneut:

„Ich freue mich über die Initiativen zur Bewahrung der Schöpfung. Auch die Wahl des Verkehrsmittels kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Leider ist es nicht immer möglich, mit öffentlichen Verkehrsmitteln überall hin und wieder zurück zu gelangen. Ich begrüße jede Verbesserung, auch weil ich selbst innerhalb von Erfurt gerne mit dem Fahrrad unterwegs bin und weite Strecken lieber mit dem Zug zurücklege“.


Die Aktion setzt bereits seit 2011 ein starkes Zeichen für den Klimaschutz. Ab diesem Jahr wird zudem durch die Pflanzung von heimischen und an den Klimawandel angepasster Baumarten aktiv der Waldumbau in Thüringen unterstützt. Bus & Bahn Thüringen e. V., die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland und das Bistum Erfurt lassen hierzu einen Autofasten-Wald im Schwarzatal wachsen. Für jeden ausgefüllten und eingesendeten Mitmach-Kalender wird dort zukünftig ein Baum gepflanzt. Zudem kann für den Autofasten-Wald Geld gespendet werden.


Die Aktion Autofasten Thüringen ist eine Initiative von Bus & Bahn Thüringen e. V., der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), dem Bistum Erfurt und dem Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT). Mehr als 70 Partner aus den Bereichen Mobilität, Umwelt, Tourismus, Wirtschaft und Politik unterstützen die Aktion – das sind neben den Bus- und Bahnunternehmen unter anderem mehrere Thüringer Landkreise und Städte und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC).

Die Aktion im Internet:

www.autofasten-thueringen.de

www.facebook.de/Autofasten.Thueringen

www.ekmd.de/aktuell/projekte-und-aktionen/autofasten-und-baeume-pflanzen/

Pressemitteilung von Verein Bus&Bahn Thüringen, Evangelische Kirche in Mitteldeutschland und Bistum Erfurt




Foto: Dr. Ulrich Neymeyr, Bischof des Bistums Erfurt; Tilman Wagenknecht, Geschäftsführer von Bus & Bahn Thüringen; Friedrich Kramer, Landesbischof der EKM; Susanna Karawanskij, Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft in Thüringen; Bert Hamm, Vorsitzender von Bus & Bahn Thüringen e.V., Geschäftsführer der KomBus GmbH und Christoph Heuing, Geschäftsführer der Verkehrsgemeinschaft Mittelthüringen GmbH (v .l.) bei der Eröffnung der Aktion.