Seit 60 Jahren auch in Deutschland: Weltgebetstag der Frauen
Christinnen aus Papua-Neuguinea gestalten diesmal die ökumenische Gottesdienstordnung
Pressemitteilung des Deutschen Weltgebetstagskomitees:*
Papua-Neuguinea ist das Schwerpunktland des Weltgebetstages am 6. März 2009. Einheimische Frauen aus sieben Konfessionen haben die liturgische Feier unter dem Thema "Viele sind wir, doch eins in Christus" für den diesjährigen Weltgebetstag vorbereitet.
Papua-Neuguinea leidet zur Zeit noch unter den Folgen einer großen Flutwelle, die die Nord- und Nordostküste des Landes überschwemmt und 75.000 Menschen obdachlos gemacht hat. Ü;ber den YWCA (Young Christian Women?s Association) in Papua-Neuguinea beteiligt sich auch das Deutsche Weltgebetstagskomitee an Nothilfeprogrammen für Betroffene.
In Deutschland beginnt außerdem ein Jubiläumsjahr. Vor 60 Jahren haben Mitarbeiterinnen des Bayerischen Mütterdienstes (heute FrauenWerk) in Stein, wo auch heute noch die Geschäftsstelle des Deutschen Weltgebetstagskomitee beheimatet ist, zum ersten Mal die Weltgebetstagsordnung übersetzt, gedruckt und verschickt. Heute engagieren sich in dieser größten ökumenische Basisbewegung in Deutschland mehr als eine Million Menschen.
Der diesjährige Weltgebetstag lenkt den Blick auf ein Land, das einzigartig ist in seiner kulturellen und geografischen Vielfalt. Im drittgrößten Inselstaat der Welt, gelegen im Südpazifik vor der Küste Australiens, leben ca. 6,3 Millionen Menschen. Man zählt 800 verschiedene Sprachen und etwas genauso viele verschiedene Ethnien. Traditionelle Wertvorstellungen wie eine enge Clanzugehörigkeit sind im Alltag noch tief verwurzelt (Wantok-System - Mitglieder einer Sprachfamilie sind sich zu gegenseitigen Hilfeleistungen verpflichtet). Das stärkt die Korruption und schwächt das Zusammenwachsen zu einem Staat. Frauenfeindliche Strukturen verhindern in vielen Bereichen positive Veränderungen, zum Beispiel in der Entwicklung der Demokratie oder in der Bildung. Häusliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist eine "alltägliche Erfahrung". Kirchliche und staatliche (Frauen-)Organisationen hingegen setzen immer mehr auf Aufklärung, um der Gewalt ein Ende zu setzen. Mit der Kollekte aus den Gottesdiensten werden in jedem Jahr Frauenprojekte überall auf der Welt und in Papua-Neuguinea unterstützt. Dort werden derzeit fünf Projekte in folgenden Themenbereichen gefördert: Arbeit gegen Gewalt gegen Frauen, Alphabetisierung, Einkommen schaffende Maßnahmen, Gender-Workshops, Vorbeugung gegen HIV/Aids und Stärkung von Frauen in kommunalen Organisationen in der ehemaligen Bürgerkriegsregion Bougainville.
*Die Verantwortung für den Inhalt der Pressemitteilung liegt beim oben angeführten Absender
Homepage des Deutschen Weltgebettagskomitees