215 Weltjugendtagsgäste des Bistums erhalten kein Visum

Unerwartete Schwierigkeiten bei der Visa-Vergabe in Kamerun, Nigeria und auf den Philippinen

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Erfurt (BiP/weidler). Elisabeth und Maria, die als Freiwillige das hauptamtliche Team im Erfurter Weltjugendtagsbüro verstärken, haben fast nur noch den Telefonhörer in der Hand. Gut, dass sie schon ein bisschen in der Welt herumgekommen sind, denn ihre Fremdsprachkenntnisse sind sehr von Nöten. Am anderen Ende der Strippe befinden sich Mitarbeiter von Botschaften und Fluggesellschaften sowie Verantwortliche aus afrikanischen Ländern und von den Philippinen - wenn sie denn erreichbar sind. In nahezu allen Telefonaten geht es um die Visa-Erteilung für die jugendlichen Gäste, die eigentlich schon in den nächsten Tagen ins Bistum Erfurt kommen sollten. Doch in einigen Ländern gibt es bei der Visa-Vergabe unerwartete Schwierigkeiten.


So hatten von der großen philippinischen Gruppe, die mit insgesamt 188 Jugendlichen bereits am 6. und 8. August in Thüringen eintreffen wollten, bis zum 3. August ganze fünf Teilnehmer ein Visum. Für die 23 Kameruner war trotz intensiver Bemühungen leider nichts zu erreichen und auch für die nigerianische Gruppe wird die Zeit nun langsam knapp. "Wir können jetzt nur noch auf ein Wunder hoffen. Sonst werden wir leider rund 200 Teilnehmer weniger in Thüringen begrüßen", sagt Weltjugendtagsreferentin Stephanie Czernotta.


Ü;ber die Ursachen des Problems kann sie nur spekulieren. "Genaue Auskünfte bekommen wir von den zuständigen Botschaften nicht. Und oft ist es schon schwierig, auch nur einen zuständigen Ansprechpartner ans Telefon zu bekommen", berichtet Czernotta von vergeblichen Bemühungen. Sie räumt ein, dass manche Jugendliche es versäumt hätten, die für die Visumsvergabe notwendigen Unterlagen beizubringen. "Aber das allein kann nicht erklären, warum nur fünf von 188 benötigten Visa der philippinischen Gruppe vergeben sind." Sie ist ratlos, denn die Zeit wird von Stunde zu Stunde knapper.


Da ist es nur ein geringer Trost, wenn es anderswo besser läuft. "Für die Gruppenmitglieder anderer visumspflichtiger Staaten sieht die Lage ganz anders aus.", so die Referentin. "Fast alle Jugendlichen aus Ruanda, Uganda, der Ukraine und Indien haben bereis ihr Visum erhalten." Auch bei den Teilnehmern aus Kanada, Guatemala, Brasilien und Rumänien zeichnen sich keine Schwierigkeiten ab. Die slowakische Delegation habe sogar ihr Kontingent um einen ganzen Bus mit fünfzig Jugendlichen aufgestockt. "Aber noch schöner wäre es, wenn die Filippinos und die Afrikaner auch kommen dürften", hofft sie bis zuletzt.

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