Reformation geht weiter – 500+

So liest man es derzeit als Motto der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Das mag für alle, die von Luther und dem Reformationsgedenken nun genug haben, eine ernste Drohung sein. Aber Reformation braucht auch die katholische Kirche immer wieder.

Gerade die ökumenische Komponente des Reformationsjahres wurde auf allen Ebenen immer wieder betont. Bischof Neymeyr sagt dazu:

„Ich war froh, dass wir das Reformationsjahr ökumenisch begangen haben – das ist nicht selbstverständlich. Die stille Arbeit verschiedener ökumenischer Kontaktgruppen und Arbeitskreise hat in diesem Jahr Früchte getragen. Wir haben Unterschiede wahrgenommen und sind darüber ins Gespräch gekommen. Und wir sind nicht im Dissens auseinandergegangen. Ich schaue zufrieden auf dieses Jahr zurück.“

Was von all dem trägt nun weiter? Die Bischöfe – die evangelische Bischöfin Ilse Junkermann und der katholische Bischof von Erfurt,  Ulrich Neymeyr  – haben vereinbart, einmal im Jahr einen ökumenischen Gottesdienst zu feiern.  Am Vorabend des 1. Advents 2018 soll es losgehen. Es ist bereits eine Arbeitsgruppe am Nachdenken, wie ehrenamtliche Gottesdienstleiter sich kennenlernen können und vielleicht gemeinsame Wortgottesdienste halten können – auch am Sonntag. Weitere Überlegungen über gemeinsame Projekte in Fragen der Kirchenentwicklung und der gegenseitigen Stärkung, gerade in kleinen Gemeinden, sind angedacht. Man darf gespannt sein, wie die nächsten Schritte aussehen.