Herbergssuche in Erfurt

In der Wilhelm-Külz-Straße gestalten Kinder und Anwohner einen alten Adventsbrauch mit Musik und Tanz

Bild: Friedbert Simon, in: Pfarrbriefservice.de

Erfurt (BiP). Am dritten Adventssonntag, 17. Dezember,  findet im Rondell der Wilhelm-Külz-Str. 36-40 eine Herbergssuche mit Musik und Tanz statt, die von Kindern, jungen Mitgliedern des Tanztheaters Erfurt und den Anwohnern gestaltet wird. Beginn ist um 17 Uhr.

Bei der Herbergssuche handelt es sich um einen alten Adventsbrauch, der aus der Weihnachtsgeschichte der Bibel erwachsen ist. So wie Josef und seine hochschwangere Verlobte Maria in Bethlehem nach einer Unterkunft suchten, als sich die Geburt Jesu ankündigte, klopfen heute Kinder an Haustüren und singen dabei Adventslieder vom Kommen des Gottessohnes.

Die Idee zu einer Herbergssuche im Rondell der Wilhelm-Külz-Straße stammt von der Familie von Domorganist Silvius von Kessel, die dort wohnt und Nachbarn zum Mitwirken begeistern konnte. Und nicht nur sie. Zu den ersten drei Herbergssuchen kamen viele Zuschauer. In diesem Jahr sorgt ein kleiner Kinderchor der Anwohner für die Musik. Zum Mitsingen der traditionellen Adventslieder sind alle Zuschauer eingeladen.

Wie in Bethlehem endet die Herbergssuche auch in Erfurt in einem Stall, inmitten des Rondells. Dort brennt das Friedenslicht aus Bethlehem, dessen Licht die Zuschauer mit nach Hause nehmen können. Der Malteser Hilfsdienst spendet dazu kleine Laternen für Kerzen. Am Ende der gut halbstündigen Herbergssuche laden die Anwohner alle Mitwirkenden und Gäste zu Suppe, Glühwein und Stollen ein, solange der Vorrat reicht.