Liebe Interessierte am Katholischen Forum,
„Verlust und Veränderung“ – so ist unser diesjähriger KirchenSprung überschrieben. Beides gehört zum Leben dazu. Aus einem Verlust folgt oft Trauer. Veränderung kann Menschen Angst machen – dieser Zusammenhang scheint mir auch hinter einigen der gegenwärtigen gesellschaftlichen Diskussionen zu stehen. Dabei bin ich überzeugt: Verlust und Veränderung sind Grundkonstanten, sie gehören zu unserem Leben dazu. Entscheidender als die Frage, wann sie uns treffen, ist in meinen Augen die Frage, wie wir damit umgehen. Wie verhalten wir uns im Zwiespalt zwischen dem Wunsch nach Frieden und der Notwendigkeit, Demokratien gegen diktatorische Regimes zu schützen? Wie schaffen wir es, das Leid der Menschen in Gaza nicht gegen das Leid der nach wie vor von der terroristischen Hamas gefangen gehaltenen israelischen Geiseln auszuspielen? Sicher fallen Ihnen noch weitere vergleichbare Fragen ein. So passt „Verlust und Veränderung“ vielleicht auch als allgemeine Überschrift zu unseren Veranstaltungen im September. Sie sind herzlich eingeladen!
Ihr Niklas Wagner
|
|
|
Freitag, 5. September 2025, 19.00 Uhr
KirchenSprung und WandelKonzert: Verlust und Veränderung
Musikalischer Spaziergang Kurz vor dem „Tag des offenen Denkmals“ laden wir Sie ein, bei einem Abendspaziergang einige Kirchen in der Erfurter Altstadt „auf einen Sprung“ zu besuchen. Unter dem Blickwinkel von Verlust und Veränderung besuchen wir die Barfüßerkirche, die als Ruine nur teilweise erhalten ist, den Paulsturm, das alleinige Überbleibsel der Erfurter Paulskirche, und die Benediktskirche, deren Umrisse an der Krämerbrücke 2020 bei der Umgestaltung des Benediktsplatzes sichtbar gemacht wurden. Kurze inhaltliche Impulse werden ergänzt durch kleine musikalische Darbietungen. Start ist um 19.00 Uhr an der Barfüßerkirche.
Erfurt, Barfüßerkirche, Barfüßerstraße 20
In Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie „Meister Eckhart“ Erfurt
Mittwoch, 10. September 2025 bis Samstag, 13. September 2025
5. Meister-Eckhart-TageZum mittlerweile fünften Mal stellt ein breites Bündnis von Kooperationspartnern die Stadt Erfurt unter den Geist von Meister Eckhart. Der gebürtige Thüringer, dessen wichtigste Wirkungsstätte das Predigerkloster in Erfurt war, gilt heute als einer der einflussreichsten theologischen und philosophischen Denker überhaupt. Seine Schriften bieten Menschen bis heute Orientierung für ihre persönliche Frömmigkeit und Lebensführung; der Hohe Chor der Predigerkirche und die Räume im Predigerkloster Erfurt sind die einzigen authentisch erhaltenen Wirkungsorte Eckharts.
Das vollständige Programm mit allen Informationen finden Sie hier: https://www.meister-eckhart-erfurt.de/aktuelles/meister-eckhart-tage-erfurt-2025
Erfurt, diverse Orte In Kooperation mit der Evangelischen Predigergemeinde Erfurt, der Meister-Eckhart-Gesellschaft, der Evangelischen Stadtakademie „Meister Eckhart“ Erfurt und dem Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt
Gefördert durch die Pax-Bank für Kirche und Caritas eG und die Sparkassenstiftung Erfurt
Donnerstag, 11. September 2025, 18.30 Uhr
Von der Idee einer gemeinwohlorientierten Rüstungsproduktion – Transformation statt Konversion
Vortrag mit Diskussion Durch den Ukrainekrieg haben sich nicht nur die sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen in Europa verändert. Auch die friedensethischen Visionen sind andere geworden. Ein Slogan wie „Frieden schaffen ohne Waffen“ erscheint heute nicht einfach aus der Zeit gefallen, sondern realitätsblind. Wie kann unter den Bedingungen dieser Zeitenwende über Rüstungsproduktion und Waffenhandel gesprochen werden? Welche Visionen gibt es, nachdem die Hoffnung auf eine Konversion der Rüstungsindustrie endgültig gescheitert zu sein scheint? Und was muss geschehen, damit mehr Waffen tatsächlich mehr Frieden schaffen? Diese Fragen werden im Vortrag erörtert und anschließend mit dem Publikum diskutiert.
Die Veranstaltung ist Teil der sicherheitspolitischen Reihe „Den Frieden gewinnen – Sicherheit neu denken“. Was bringt uns Sicherheit und welche Ideen für ein breites Verständnis von Sicherheit gibt es? Welche politischen und diplomatischen Ansätze von Rüstungskontrolle, vertrauensbildenden Maßnahmen und Konzepten der „menschlichen Sicherheit“ sind notwendig und möglich? Und wie bereiten wir uns vor auf Sicherheitsrisiken wie Klimakrise, Pandemien und weltweite Fluchtbewegungen, die sich grundsätzlich nicht militärisch lösen lassen? Zu diesen Fragen, die aktuell unsere Gesellschaft spalten, kommen wir in unserer sicherheitspolitischen Reihe ins Gespräch.
Referent: Dr. Fabian Sieber, Theologe und Mitglied der Rüstungsexportkommission von Pax Christi
Wegen begrenzter Platzkapazitäten bitten wir um Ihre Anmeldung bei der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen.
Suhl, Waffenmuseum Suhl, Friedrich-König-Str. 19 In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V. und dem Waffenmuseum Suhl
Dienstag, 23. September 2025, 19.30 Uhr
"Rabia - Der verlorene Traum"
Film und Nachgespräch Eine junge französische Krankenschwester reist 2014 zusammen mit einer Freundin nach Raqqa und schließt sich dort dem Islamischen Staat an. Dort erlebt sie Gewalt und wird einem IS-Kämpfer als Ehefrau versprochen. Als dieser im Kampf stirbt, ändert sich ihr Schicksal. Sie steigt zur rechten Hand der Herrscherin über ein Frauenhaus auf … Ein erschütterndes Kammerspiel des Grauens, das auf Berichten von IS-Rückkehrerinnen fußt und um die Mechanismen eines religiös grundierten Unterdrückungssystems kreist. Mit düsteren Bildern, überzeugenden Darstellerinnen und in einer erschütternden Abwärtsspirale lässt der Film jede Hoffnung fahren. – Sehenswert ab 18.
Eintritt: 8,50 €. Karten erhältlich im Capitol-Kino Eisenach (www.cineplex.de/eisenach/).
Eisenach, Capitol-Kino, Alexanderstraße 12 In Kooperation mit dem Capitol-Kino Eisenach, der Pfarrei St. Elisabeth Eisenach, dem Violence Prevention Network Thüringen und dem Bildungswerk im Bistum Erfurt e.V.
Gefördert durch:

Dienstag, 30. September 2025, 19.30 Uhr
Nachgefragt: Israel und Palästina – Gewalt ohne Ende?
Der Politische Salon im Kultur: Haus Dacheröden Mit dem brutalen Überfall der terroristischen Hamas am 7. Oktober 2023 auf Israel und der Verschleppung von über 200 Menschen in den Gazastreifen begann ein neuer Krieg im Nahen Osten, der tagtäglich weiter eskaliert. Ein Ende ist nicht in Sicht, ganz im Gegenteil: Die israelische Regierung unter Benjamin Netanjahu strebt die Besetzung des ganzen Gazastreifens, vielleicht auch von Teilen des Westjordanlandes, an. Derweil wird die humanitäre Lage in Gaza immer verzweifelter. Die internationale Gemeinschaft fordert deshalb ein Ende der Gewalt und die Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen. Doch angesichts der anhaltenden Militäraktionen und der geopolitischen Spannungen bleibt eine Lösung des Konflikts mehr als ungewiss. Wie erleben die Menschen in Israel und im Gazastreifen die Situation? Wie blicken sie auf die Gewaltspirale und die Logik des Militärischen? Gibt es noch begründete Hoffnung auf Frieden für Israel und Palästina?
Podiumsgäste: - Sophia Hoffmann, Juniorprofessorin für Internationale Politik und Konfliktforschung, Universität Erfurt
- Meron Mendel, Professor für Soziale Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences und Direktor der Bildungsstätte Anne Frank
- Mustapha Saad, Kulturbrücke Palästina Thüringen e.V.
Eintritt: 10 € im Vorverkauf, 12 € an der Abendkasse. Karten erhältlich unter www.herbstlese.de oder unter (0361) 644 123 75.
Erfurt, Kultur: Haus Dacheröden, Anger 37 In Kooperation mit der Erfurter Herbstlese e.V., der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und dem MDR Thüringen
Gefördert durch den LAP Erfurt / Partnerschaft für Demokratie im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, des Thüringer Landesprogramms „Denk bunt“ für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit sowie die Stadt Erfurt
|
|
|