Sakramente

Im Verständnis der katholischen Kirche sind Sakramente Zeichen, mit denen eine neue Beziehung zwischen Gott und dem Menschen, der das Sakrament empfängt,
eröffnet wird. Sie finden in einer gottesdienstlichen Feier ihre Form und Bestätigung.

Mit der Taufe wird man Christ. Gott sagt in der Taufe zum Menschen: Du gehörst zu mir und stehst unter meinem Segen. Du bist in der Lage als Christ zu leben und dich so in Kirche und Gesellschaft einzubringen. In vielen Fällen wird die Taufe kleinen Kindern gespendet. Eltern, die ihr Kind taufen lassen wollen, wenden sich an das zuständige Pfarrbüro, dort erhalten sie Auskunft zu Taufterminen und der in der Pfarrei üblichen Vorbereitung. Die Taufe kann in einem eigenen Taufgottesdienst oder der Eucharistiefeier am Sonntag stattfinden. Zur Unterstützung des Glaubensweges des Kindes wird ein (oder mehrere) Taufpate benannt, der der katholischen Kirche angehören sollte. Taufpaten, die nicht der katholischen Kirche angehören, werden Taufzeugen. Bei Erwachsenen, die getauft werden wollen, gibt es in der Regel einen mindestens einjährigen Vorbereitungsweg. Auskunft dazu erteilt das Pfarrbüro. Die Erwachsenentaufe findet meist in der Osternacht statt.

Die Firmung besiegelt die Taufe. In ihr wird dem Menschen der Heilige Geist als Begleiter und Ratgeber zugesprochen. So erfolgt die besondere Bestärkung, als Christ leben zu können.
Die Firmung wird in der Regel durch den Bischof gespendet. Dazu gibt es in den Pfarreien feste Termine. Zumeist wird die Firmung an Jugendliche ab 14 Jahren gespendet, denen so zugesagt wird, als mündige Christen zu leben. Die Firmung kann aber auch später, im Erwachsenenalter, gespendet werden. Informationen zur Vorbereitung und den Terminen erteilt das Pfarrbüro.  

Die Eucharistie ist das Sakrament, in dem eine besondere Nähe zu Jesus Christus wirksam wird. In der Eucharistiefeier werden aus Wein und Brot Leib und Blut Jesu Christi. In der Kommunion können diese (oft nur in der Gestalt des Brotes) verzehrt werden.  Mit dem Empfang der Kommunion tritt man in besondere Gemeinschaft mit Jesus Christus und zugleich bestätigt man die Zugehörigkeit zur Kirche in ihrer konkreten Gestalt. In der Vorbereitung auf die Erstkommunion erhalten Kinder, in der Regel im 3. Schuljahr, eine Einführung in die Thematik. Auch später ist jedoch die Erstkommunion möglich. Informationen zur Vorbereitung und bei Fragen um den Kommunionempfang gibt es im Pfarrbüro

Bistumstag der Erstkommunionkinder 03.03.2018

Kinder aus dem ganzen Bistum, die sich auf den Empfang der Eucharistie vorbereiten, sind eingeladen zu einem bunten Programm mit Spiel & Aktion, Gebet & Gesang. Zum Abschluss ist eine gemeinsame Andacht im Dom geplant. Der gemeinsame Tag ist gedacht für Erstkommunionkinder mit ihren Eltern und Begleitern.

Beginn: Edith-Stein-Schule, Trommsdorffstr. 26, Erfurt
Ende: Mariendom Erfurt
Samstag, 10.00 bis 14.00 Uhr
Leitung: Beate Kuhn
Kosten: 2,50 € für Verpflegung

Veranstaltungskalender

Die Beichte oder besser: Feier der Versöhnung, ist das Sakrament, in dem Gott einen Neuanfang ermöglicht. Im Gespräch mit dem Priester, der an das Beichtgeheimnis gebunden ist, sagt Gott dem Menschen, der seine Schuld ausspricht, zu: Du darfst einen Neuanfang wagen. Deine Schuld ist vergeben. Du bist in der Lage, dein Leben zu ändern. Diese Zusage kann immer neu wiederholt werden, da ja Neuanfänge nicht immer gelingen müssen. In vielen Pfarreien gibt es feste Beichtzeiten, es ist aber auch möglich, mit einem Priester einen Gesprächstermin zu vereinbaren. Informationen und Kontakte gibt es im Pfarrbüro oder den Niederlassungen von (Männer)orden

Im Sakrament der Ehe wird die Beziehung von Mann und Frau und deren Versprechen von Liebe und Treue unter den Schutz Gottes gestellt. Die Eheleute selbst bringen in ihrem Versprechen dieses Sakrament zur Wirksamkeit. Gott sagt ihnen dabei zu: Ich bin mit euch im Bunde und  begleite euch durch Höhen und Tiefen. Ich nehme euer Versprechen ernst und fordere es ein. Die Trauung erfolgt vor dem zuständigen Geistlichen und zwei Zeugen. In Vorbereitung wird ein Gespräch mit dem Pfarrer geführt. Dazu wenden Sie sich an das zuständige Pfarrbüro

Nicht immer ist trotz des guten Willens ein gemeinsames Leben möglich. Das Sakrament bleibt nach katholischem Verständnis dennoch bestehen, deshalb ist eine erneute katholische Hochzeit nicht möglich. In manchen Fällen ist jedoch festzustellen, dass keine sakramentale Ehe zustande gekommen ist. Für Informationen und Beratung wenden Sie sich bitte an das Offizialat.

Wir möchten Paare, die kirchlich heiraten wollen, auf ihrem Weg begleiten. Wir laden Sie ein, sich vor dem „großen Tag“ Zeit zu nehmen, um sich als Paar Gedanken zu machen zu den Themen der Ehe.
Was Sie inhaltlich erwartet:

  • Gespräch über Partnerschaftsfragen wie Rollenverteilung, Konfliktbewältigung, Kinder, Gestaltung des Ehealltags
  • Ehe als Sakrament – die Bedeutung des Glaubens für ihr Zusammenleben in der Ehe
  • Anregungen und Austausch über die Gestaltung der Hochzeitsfeier

 

Ehevorbereitung

Die Gestaltung der Eheseminare übernehmen ein Pfarrer oder ein pastoraler Mitarbeiter und ein Ehepaar. Sie geben Impulse, moderieren Gesprächs- und Diskussionsrunden und leiten an zu Paargesprächen.

Die Ehevorbereitung wird als Tages- oder Wochenendseminar angeboten.
Termine 2018
16.-18. Februar 2018
Erfurt, Bildungshaus St. Ursula

16.- 18. März  2018
Erfurt, Bildungshaus St. Ursula

21. April 2018
Dingelstädt, Familienzentrum Kerbscher Berg

28. April 2018
Erfurt, Kletterhalle Nordwand (Aktivseminar)

26. Mai  2018 
Dingelstädt, Familienzentrum Kerbscher Berg

Weitere Seminartermine sowie Impulse zur Hochzeitsvorbereitung finden
Sie in der App „Ehe wir heiraten“.
Bitte geben Sie im Anmeldeverfahren „Bistum Erfurt“ an.

Im Sakrament der Weihe werden Männer, die Priester werden wollen, in den Dienst Gottes und des Bischofs genommen. Sie versprechen, ihr Leben in besonderer Weise Gott zu widmen. Gott wiederum sagt ihnen seinen Beistand und heiligen Geist, seinen Beitrag zu erfülltem Leben, zu. Vor der Priesterweihe steht eine lange Zeit der Ausbildung in Theologie und Seelsorge und der persönlichen wie kirchlichen Prüfung der Entscheidung. Interessenten am Priestertum empfehlen wir das Gespräch mit einem Priester und dann mit dem Theologenreferenten des Bistums.

Das Sakrament der Krankensalbung sagt Menschen in der Situation von Krankheit Gottes Beistand und seinen Willen zu erfülltem Leben zu. Der Kranke wird durch einen Priester mit Öl gesalbt und es wird für ihn um Heil und Heilung gebetet. Lange Zeit galt die Krankensalbung als „Letzte Ölung“, als Sakrament kurz vor dem Tod. Zuerst aber ist sie Zeichen der Stärkung und der Verbundenheit mit Gott, auch in schwierigen Zeiten. Jeder katholische Christ kann sie in Zeiten der Krankheit, zum Beispiel auch vor einer Operation erbitten. In manchen Orten finden regelmäßig gemeinschaftliche Feiern der Krankensalbung statt. Informationen und Kontakte vermitteln das Pfarrbüro oder die Seelsorger in Kliniken