Barmherzig handeln am gemeinsamen Haus Gottes

Aktion zu Laudato si´und 7 Werke der Barmherzigkeit für Thüringen heute

Umweltverschmutzung, Nachhaltigkeit, soziale Ungerechtigkeit, Nächstenliebe – Themen, die Papst Franziskus vor fünf Jahren in seiner Enzyklika "Laudato si´" angesprochen hat. Zum Jubiläum im Mai dieses Jahres sollte eine Motto-woche mit vielen Veranstaltungen stattfinden, die aber aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen mussten. Also rief Papst Franziskus zu einem ganzen Aktionsjahr zu "Laudato si´" auf.

Das Anliegen von der Sorge um das gemeinsame Haus spiegelt sich auch in den "7 Werken der Barmherzigkeit für Thüringen heute" wieder. Ursprung dieser sieben Werke war zum Elisabethjahr 2007, eine Umfrage im Bistum, welches Werk in der heutigen Zeit besonders notwendig sei. Und auch heute noch, im Jahr 2020, sind diese Werke aktuell: Du gehöst dazu. Ich höre dir zu. Ich rede gut über dich. Ich gehe ein Stück mit dir. Ich teile mit dir. Ich besuche dich. Ich bete für dich.

Lassen Sie sich über diesen Sommer mit Texten und Bildern zu Laudato si´und den 7 Werken der Barmherzigkeit für Thüringen heute, begleiten.
Auf der Startseite und im Newsbereich der Bistumshomepage, sowie auf der Facebook-Seite des Bistums finden Sie Texte, Bilder zum Teilen und jeden Sonntag einen Segenstext für die Woche.

Zu den Wochenthemen:

Du gehörst dazu
Ich höre dir zu
Ich rede gut über dich
Ich gehe ein Stück mit dir
Ich teile mit dir
Ich besuche dich
Ich bete für dich

(Die einzelnen Inhalte werden nach und nach freigeschalten. Schauen Sie gerne wieder hier vorbei.)

Ich rede gut über dich

Ein gutes Wort, ein guter Gedanke über dich, ein Zuspruch, dass ich dich wertschätze. Das macht es aus, wenn ich sage: Ich rede gut über dich.
Wenn ich mit dir spreche, begegne ich aber nicht nur dir, sondern immer auch Gott.
Er ist es, der die Welt und seine Geschöpfe erschaffen hat. Jedes einzelne Wesen mit Sorgfalt und Liebe gewollt hat. Er ist es, der in anderen zu uns spricht und auch einen Teil von sich selbst Preis gibt. Deshalb sind alle Lebewesen untrennbar miteinander verbunden.
Der Mensch ist ein Teil des Ganzen. Nicht außerhalb oder sogar oberhalb der Schöpfung.
Und ich darf mich als wertvollen Teil dieses Ganzen verstehen. So wie der andere, so wie auch du ein Teil dessen bist.
Wir sollten nicht aus dem Blick verlieren, einander wertzuschätzen. Denn Worte können helfen, trösten und vergeben.

Segen für die Woche

Gott
Du bist der Schöpfer aller Geschöpfe.

du hast erschaffen die Sonne
sie schenkt uns den Tag und in diesem Licht leuchtest du zu uns in strahlendem Glanz
du hast erschaffen den Mond und die Sterne
auch in der Nacht leben wir nicht in Finsternis, sondern du scheinst uns auf unserem Weg
du hast erschaffen den Wind, die Luft und Wolken
deinen Lebensatem, mit dem du allen Geschöpfen Leben gibst
du hast erschaffen das Wasser
kostbar, belebend und erfrischend
du hast erschaffen das Feuer
kraftvoll, stark und wärmend
du hast erschaffen die Erde
die uns Nahrung gibt.

Ich will dich immer loben,
für deine Geschöpfe,
für Sonne, Wind und Meer, für Feuer, Wasser und Erde
und für das Leben, das du mir gegeben hast.

"Wir müssen uns stärker bewusst machen, dass wir eine einzige Menschheitsfamilie sind. Es gibt keine politischen oder sozialen Grenzen und Barrieren, die uns erlauben, uns zu isolieren, und aus eben diesem Grund auch keinen Raum für die Globalisierung der Gleichgültigkeit."

Papst Franziskus in Laudato si´[52]

Der Text zum Anhören

Liken, Teilen und Geniessen

Bild speichern auf dem Smartphone oder Computer (Rechtsklick, lange draufdrücken oder hier runterladen) und über Social Media oder Direktnachrichten an Freunde und Familie weiterverschicken.

Ich höre dir zu

Was würde die Erde zu uns Menschen sagen?

Bagger fahren über mein Land, Bäume werden gefällt, sie graben tiefe Löcher in meine Erdkruste und bauen neue Häuser oben drauf.
Ich will ihnen eine Heimat geben, aber ich schaffe es nicht mehr.
Ich brauche eine Pause, eine Erholung von den Strapazen, die mir die Menschen zumuten. Es ist einfach zu viel.
Sie handeln so schnell, wollen immer mehr Ressourcen haben. Brauchen immer mehr von meinen kostenbaren Schätzen.
Aber ich kann gar nicht so schnell Neues produzieren, wie sie Rohstoffe verbrauchen, um noch höhere Gebäude für sich zu bauen und mehr Land zu besitzen.
Dabei gebe ich ihnen doch alles, was sie brauchen. Reicht es ihnen nicht?
Ich rufe bei ihnen um Hilfe, mache auf mich aufmerksam. Hören sie mich denn nicht?

Segen für die Woche

Segne die Erde, auf der wir leben.
Wir wollen nicht aufhören, auf sie zu hören.

Segne die Erde, die uns mit Nahrung versorgt.
Wir wollen nicht aufhören, nur so viel zu nehmen, wie wir wirklich brauchen.

Segne die Erde, die uns Schutz bietet und Heimat ist.
Wir wollen nicht aufhören, auch sie zu behüten.

"Gewöhnlich entsteht ein Teufelskreis, wo das Eingreifen des Menschen, um eine Schwierigkeit zu lösen, häufig die Situation weiter verschlimmert."

Papst Franziskus in Laudato si´[34]

Der Text zum Anhören

Liken, Teilen und Genießen

Bild speichern auf dem Smartphone oder Computer (Rechtsklick, lange draufdrücken oder hier runterladen) und über Social Media oder Direktnachrichten an Freunde und Familie weiterverschicken.

Du gehörst dazu

Knapp 8 Milliarden Menschen auf der Welt, Millionen verschiedener Tiere und eine unschätzbare Anzahl von Pflanzenarten. Jede anders und ganz einzigartig.
Ein wunderbarer Schatz und Reichtum, den es gibt. Und sie alle – die Pflanzen, Tiere und Menschen – nennen die Erde ihre Heimat. Das gemeinsame Haus, auf dem alle zusammen leben.

Ein gemeinsames Haus – das bedeutet auch Verantwortung.
Die Pflicht, die Erde und ihre Bewohner zu schützen, keine an den Rand zu drängen und zum Außenseiter zu machen.
Es bedeutet auch, daran zu denken, dass unser Tun Auswirkungen auf die anderen hat.
Jedes Jahr sterben Tiere und Pflanzenarten aus, weil sich Menschen ihren Lebensraum zu eigen machen.

Das Handeln am heutigen Tag, betrifft jedes einzelne Geschöpf überall auf der Erde. Der andere ist kein Fremder, sondern Teil eines großen Wir, über den ganzen Erdball verstreut.

Verantwortung heißt auch, auf die sozialen Ungerechtigkeiten zu schauen, sich einzusetzen, aber auch sich selbst einzuschränken, vor allem im Konsum.

Auf der Erde ist genug für alle da. Sorgen wir gemeinsam für eine gerechte Verteilung der Güter. Die Erde, auf der wir leben ist ein gemeinsames Haus und du gehöst dazu.

SEGEN FÜR DIE WOCHE

Dankbar schaue ich auf die Welt,
auf die Menschen,
auf die Tiere,
auf die Pflanzen.
Sie alle sind Geschöpfe Gottes,
jedes ein Teil der Erde.
Gott. Segne sie alle und
behüte sie an ihrem Platz in der Welt.

"Es ist eine steigende Sensibilität für die Umwelt und die Pflege der Natur zu beobachten, und es wächst eine ehrliche, schmerzliche Besorgnis um das, was mit unserem Planeten geschieht."

Papst Franziskus in Laudato si´[19]

Der Text zum Anhören

Liken, Teilen und Genießen

Bild speichern auf dem Smartphone oder Computer (Rechtsklick, lange draufdrücken oder hier runterladen) und über Social Media oder Direktnachrichten an Freunde und Familie weiterverschicken.