Weltkirchliches Lernen
und missio Diözesanstelle

Weltkirchliches Lernen nimmt pastorale Impulse, vor allem aus der Weltkirche, auf und versucht sie kreativ weiterzudenken und zu adaptieren. Im Rahmen der Entwicklung einer zukunftsfähigen Pastoral im Bistum Erfurt sollen diese Impulse  eingebracht werden. Das geschieht z.B. durch die Motivation zu "Kleinen Christlichen Gemeinschaften". Diese beschreiben eine Form lokaler Kirchen-Entwicklung, die die Kirchenvision des II. Vatikanischen Konzils zu verwirklichen versucht. Im Mittelpunkt steht der Gedanke, dass die Kirche das Volk Gottes auf dem Weg ist, in dem jede(r) Getaufte und Gefirmte Träger des Heiligen Geistes und berufen und begabt ist, etwas zum Aufbau und zum Leben der Kirche in den Gemeinden beizutragen. Inspirationen für Ihr Gemeindeteam finden Sie  jeden Sommer auf einem Wochenendkurs, der speziell auf Ihre Gemeinde-Situation ausgerichtet wird.

Der gesamte Bereich ist mit der missio-Diözesanstelle verbunden, welche die Pastoral und Bildungsarbeit im Bistum Erfurt unterstützt. Kampagnen zum Weltmissionsmonat, Aktionen von missio und der Zusammenarbeit mit Projektpartnern in Asien, Afrika und Ozeanien ergänzen dabei das missionarische und partnerschaftliche Bewusstsein. Besonders bei Gästereisen, auf denen wir regelmäßig mit unseren Partnern aus aller Welt mit Vorträgen, Bildern und Workshops für Gruppen und Schulen durch unser Bistum reisen, erfahren Sie hautnah von persönlichem Einsatz und einer Pastoral, von der wir lernen können.

Im Oktober,  Monat der Weltmission, besuchen missio-Gastreferenten von kirchlichen Partnern aus Afrika, Asien oder Ozeanien mehrere Tage unsere Diözese Erfurt. Auch Musik- und Kulturgruppen aus diesen Kontinenten bringen uns mit ihren Liedern, Rhythmen und Tänzen ihrer Kultur den gelebten Glauben vor Ort nahe.
Weitere Bischöfe, Katecheten, Muslime und Ordensleute oder engagierte Laien aus der Weltkirche können Sie in folgenden Zeiträumen in Ihre Gemeinen oder Schulen einladen: in der Fastenzeit (Misereor) sowie im Advent (Adveniat) oder auf Anfrage zu besonderen Anlässen und Wallfahrten.

Ansprechpartnerin

Monika König
Regierungsstr. 44a, 99084 Erfurt

Telefon:       0361  65 72 - 345
E-Mail:         missio@bistum-erfurt.de
Homepage:  www.missio-hilft.de/erfurt

Wenn Sie sich in unserem Bistum weltkirchlich engagieren wollen oder Interesse an einer Auszeit als Missionar auf Zeit haben, melden Sie sich gern bei uns oder unterstützen Sie unsere bestehenden weltkirchlichen Initiativen.

Rubriken

Monat der Weltmission 2020

„Seelig, die Frieden Stiften“

Solidarisch für Frieden und Zusammenhalt

Eigentlich sollte es in der missio-Aktion 2020 um das Engagement der Kirche in Westafrika für Frieden und interreligiösen Dialog gehen. Schon vor der Coronapandemie wurde das Miteinander in vielen Ländern der Region von Gewalt und terroristischen Anschlägen erschüttert. Der soziale Friede ist stark gefährdet.
Nachdem Afrika anfangs kaum von Corona betroffen schien, steigen mittlerweile auch hier die Infektionszahlen stark an. Viele Menschen haben ihre Arbeit verloren. Die katholische Kirche in Westafrika steht vor der Herausforderung, eine Krise meistern zu müssen, deren soziale und wirtschaftliche Verwerfungen besonders die Ärmsten mit voller Wucht treffen.
Darum hat missio sich entschieden, den diesjährigen Weltmissionssonntag zum Thema „Solidarisch für Frieden und Zusammenhalt“ zu gestalten.

Jetzt zusammenhalten

Die Solidaritätskollekte am Weltmissionssonntag ist für die Kirche in den ärmsten Regionen der Welt überlebenswichtig. Ohne sie wäre die diakonische und pastorale Arbeit vielerorts nicht möglich. Aufgrund der Coronapandemie werden viele Gemeinden weltweit keine Kollekte halten können. Der Solidaritätsfonds, der die ärmsten Diözesen im nächsten Jahr unterstützen soll, droht leer zu bleiben.

Bitte helfen Sie mit. Rufen Sie am 25. Oktober 2020 in Ihrer Gemeinde zur Solidaritätskollekte für die ärmsten Diözesen weltweit auf.

Anregungen für Gemeindeaktionen und Gottesdienste sowie Informationen zu den aktuellen Entwicklungen finden Sie auf der missio-Website:

www.missio-hilft.de/wms

Woche der Goldhandys 2020

© missio
Die Aktionswoche findet vom 07.-15. November statt

Ob Schule, Veranstaltungen oder Gottesdienste – das Coronavirus hat in den vergangenen Monaten das öffentliche Leben in Deutschland spürbar eingeschränkt. Daher hat auch missio den Aktionszeitraum der „Woche der Goldhandys“ auf das Jahresende verlegt: Statt im Juni ruft missio nun vom 07. bis zum 15. November 2020 an mehreren hundert Standorten in ganz Deutschland mit vielen Kooperationspartnern zum Handyrecycling auf.
Über 124 Millionen ausgediente Handys liegen ungenutzt in deutschen Schubladen. Dabei können diese Geräte noch viel Gutes bewirken. Denn diese Handys sind im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert. Rund 2,4 Tonnen Gold befinden sich – so schätzen Experten – in diesen Mobiltelefonen, die ungenutzt in den Schubladen verstauben.

Jedes Handy hilft zweifach

Mit der Aktion „Handys recyceln – Gutes tun“ kann doppelt geholfen werden. „Erstens werden die in den Althandys enthaltenen wertvollen Rohstoffe in Europa aufbereitet und wiederverwertet“, erklärt der ehemalige missio-Präsident Dr. Klaus Krämer. „Zweitens erhält missio von der Verwertungsfirma Mobile-Box für jedes recycelte Handy einen Teil des Erlöses für Hilfsprojekte im Kongo.“
In der Demokratischen Republik Kongo sind zurzeit rund drei Millionen Menschen auf der Flucht vor bewaffneten Konflikten in verschiedenen Regionen des Landes. Vor allem im Osten des Landes geht es dabei um den Zugang zu den natürlichen Vor-kommen an Coltan, Gold und anderen wertvollen Rohstoffen. Die missio-Partner wie Justice and Peace Bukavu unterstützen die betroffenen Familien psychologisch, medizinisch, juristisch und wirtschaftlich.

Mitmachen:

Handy- Sammelstation im Bistum Erfurt:
Diözesan-Medienstelle
Regierungsstraße 45, 99084 Erfurt

www.bistum-erfurt.de/medienstelle

Weitere Informationen zum Einschicken von Handys, kostenlosen Aktionsmaterialien und Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel sind zu finden unter:

www.missio-hilft.de/handyspenden


Aktuelles

„Selig, die Frieden stiften”

Internationale Digitale Friedenskonferenz vom 07.-09.10.2020

Kriege und bewaffnete Konflikte sind in vielen Teilen der Welt verantwortlich für gesellschaftliche Spaltungen, Zerstörung, Flucht, Ausgrenzung und unermessliches menschliches Leid. Jedes Jahr sterben hunderttausende Menschen durch bewaffnete Auseinandersetzungen und Unzählige mehr an deren Folgen.

Im Schatten dieser großen Konfliktlinien werden in allen Ländern dieser Erde Menschen auch immer wieder Opfer von Diskriminierung, Gewalt oder Rassismus in Schule, Familie oder in ihrer Lebenswelt.
Doch weltweit gibt es auch zahlreiche Menschen und Initiativen, die sich diesen Gewaltkontexten aktiv, mutig, kreativ und engagiert entgegenstellen.

Sie entwickeln und verbreiten Friedensvisionen (Frieden denken), sie moderieren und gestalten Friedens-, Dialog- und Versöhnungsprozesse (Frieden machen) und sie konzipieren und ermöglichen friedens- und konfliktbezogene Bildungsveranstaltungen und Lernprozesse (Frieden lernen). Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben in der Einen Welt.

Allgemeine Informationen

Die Friedenskonferenz gliedert sich in vier Themenblöcke, in denen sich nach Einführungen in das Thema verschiedene Workshops anschließen, die je einen speziellen Aspekt der jeweiligen Friedensthematik beleuchten. Der letzte Themenblock zu Friedensprozessen am Beispiel Westafrika bildet eine Brücke zum diesjährigen Monat der Weltmission von missio.

Anmeldung und weiterführende Informationen:

https://www.missio-hilft.de/mitmachen/veranstaltungskalender/selig-die-frieden-stiften-internationale-digitale-friedenskonferenz/


Weimarer Menschenrechtspreis 2020 geht an missio-ProjektpartnerInnen in Malawi

(Fotos: C privat / missio Father Jozef Jan Michel Kuppens M. AFR. und Felicia K. Monjeza )

Für ihr Engagement gegen die Ausbeutung von rund 78.000 Kindern auf Tabakplantagen in Malawi erhalten der niederländische Pater Jozef Kuppens vom Orden der Afrikamissionare Weiße Väter und die Aktivistin Felicia Monjeza auf Vorschlag des katholischen Hilfswerks missio Aachen den Weimarer Menschenrechtspreis 2020. „Mit diesem Menschenrechtspreis geht von Weimar ein wichtiges Signal für das Engagement gegen moderne Sklaverei aus“, freut sich missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener über die Auszeichnung für die missio-Partner. „Malawi steht stellvertretend für immer mehr Länder, in denen moderne Sklaverei in ihren vielfältigsten Erscheinungsformen alltäglich ist. Wir müssen diesem Unrecht etwas entgegensetzen und werden das Thema in den kommenden Jahren noch stärker begleiten“, sagte Pfarrer Bingener. Der Menschenrechtspreis wird am 10. Dezember unter der Schirmherrschaft von Gundula Gause in Weimar verliehen.

Als Gründer der Menschenrechtsorganisation „Center for Social Concern“ engagiert sich Pater Jozef Kuppens seit vielen Jahren für die ausgebeuteten Menschen auf den Plantagen. Auch nachdem er 2018 die Leitung der katholischen Organisation an den jüngeren Pater James Ngahy übergab, gehört der 78-Jährige weiterhin zu den wichtigsten Stimmen für die Menschenrechte in Malawi. Die 24-jährige Felicia Monjeza engagiert sich intensiv für Menschenrechte und den Schutz von Mädchen und Frauen. Für sie steht der Kampf gegen sexuelle Ausbeutung und Gewalt auf den Tabakplantagen im Mittelpunkt. Jozef Kuppens und Felcia Monjeza wollen sich gemeinsam mit Pater James Ngahy und Jere Tobias vom „Center for Social Concern“ sowie mit internationaler Unterstützung verstärkt für die Beendigung der modernen Sklaverei auf dem Tabakplantagen einsetzen.


Lost in Corona: Blick in die Welt

Über die Entwicklung der Corona-Pandemie in beliebten Urlaubsländern wie Italien, Spanien oder den USA halten uns die Medien auf dem Laufenden. Dagegen erscheinen beispielsweise Ghana oder Nigeria so gut wie nie in den Nachrichten. Das Hilfswerk missio stellt diese und andere westafrikanische Länder in den Mittelpunkt der Spendenkampagne 2020. Monika König, missio-Diözesanreferentin im Bistum Erfurt, berichtet im Gespräch mit Niklas Wagner von der Situation und den aktuellen Entwicklungen in diesen Ländern.

Zur Folge "Lost in Corona: Blick in die Welt" beim Bistumspodcast "Hörenswertes" beim Podcastanbieter Podigee.


Weimarer Menschenrechtspreis 2018 für missio-Projektpartnerin Schwester Lorena Jenal

Die katholische Ordensfrau Lorena Jenal ist mit dem renommierten Weimarer Menschenrechtspreis 2018 für ihr Engagement gegen Hexenverfolgung in Papua-Neuguinea ausgezeichnet worden. Als eine
„mutige Kämpferin gegen Gewalt" bezeichnete der Laudator und missio-Präsident Prälat Klaus Krämer die 68jährige Schweizerin. „Wir sind überrascht und erschüttert, dass es sich bei den Fällen
von Hexenverfolgung in Papua-Neuguinea nicht um Einzelfälle handelt, sondern um ein durchgehendendes Phänomen. Berichte über diese Gewaltverbrechen kommen aus insgesamt 29 Ländern der Welt", so Prälat Klaus Krämer.

Wie weitgehend unbekannt diese Form der Menschenrechtsverletzungen bislang war, betonte auch Superintendent Henrich Herbst, der im Vergabebereit des Preises für Schwester Lorena gestimmt hatte. Mit diesem Preis „will der Vergabebeirat auf die unbekannte Situation von Opfern der Hexenverfolgungen aufmerksam machen."

Die Preisträgerin berichtete über dramatische Situationen in Papua Neuguinea. „Wir konnten in den letzten fünf Monaten sechs Frauen in Sicherheit bringen und vor dem Feuer der Folterung bewahren", sagte die Ordensfrau, die 1979 in das Land in Ozeanien ging, um den Menschen zu helfen. „Mit Hilfe von missio konnten wir in den letzten zwei Jahren vieles erreichen durch Aufklärung, Bewusstseinsarbeit und Begleitung der traumatisierten Menschen". Das Preisgeld nehme sie als Grundstein für ein geplantes Haus der Hoffnung an, dass sie in Papua-Neuguinea für die betroffenen Menschen aufbauen wolle.


Berichte

Lebendigkeit mit Gesang und Tanz

24.09.2020

Studienreise nach Kenia 2020

Vivir bien! – Gut leben!

19.08.2018

Weihbischof Reinhard Hauke berichtet rückblickend von der Studienreise mit der Bischöflichen Kommission ADVENIAT nach Bolivien

Leben und Liturgie gehen Hand in Hand

20.06.2018

Werkstatt Kirchenentwicklung, in der es um kreative Liturgie geht. Was, um Himmels willen, soll das sein?

Lern-und Begegnungsreise nach Äthiopien

09.03.2018

MitarbeiterInnen aus verschiedenen deutschen Diözesen sind vom 26. Februar bis 10. März in Äthiopien unterwegs

Handyaktion mit tausenden Pilgern

23.10.2017

Im Thüringer Eichsfeld pilgerten rund 8.000 Menschen zur Männerwallfahrt an Christi Himmelfahrt. Unter den Teilnehmern befanden sich der Erfurter...

"Sehen ist anders als erzählt bekommen"

23.10.2017

Mit dieser Weisheit aus Afrika kehrten am Donnerstag, 26. Januar 2017, vierzehn pastorale Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus den Bistümern Erfurt,...