Nikolaus von Kues als Klosterreformer in Erfurt

Vortrag und Diskussion in der Reihe "Nikolaus von Kues in Erfurt"

Mit seiner Legationsreise durch Deutschland (1451-1452) wollte Kardinal Nikolaus von Kues den Boden bereiten für eine tiefgreifende Erneuerung der Kirche "an Haupt und Gliedern". Eine wesentliche Rolle spielte dabei die Erneuerung der Klöster.

Bei seinem Aufenthalt in Erfurt wohnte er vom 28. Mai bis zum 1. Juni 1451 im Peterskloster. Dort führte er am 6. Juni 1451 Abt Christian als ersten Reformabt ein, nachdem das Peterskloster der Bursfelder Reformkongregation beigetreten war.

Zugleich bestellte er Abt Christian zum ordensübergreifenden Visitator der Erfurter Frauen- und Männerklöster, mit dem Ziel geistlicher Erneuerung. Um auch die Stadtbevölkerung für diesen Reformprozess zu gewinnen, hielt Nikolaus von Kues drei Predigten: eine auf dem Domplatz, die anderen beiden auf dem Rasen vor der Peterskirche. Alle drei Predigten waren völlig überlaufen.

Referent: Dr. Marco Brösch, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bibliothek des St.-Nikolaus-Hospitals in Kues und des Cusanus-Instituts der Universität Trier

Veranstalter: Katholisches Forum im Land Thüringen in Kooperation mit den Augustinern in Erfurt und der Evangelischen Reglergemeinde Erfurt