Katholischer
Religionsunterricht

Religionsunterricht orientiert sich am Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule und am Verkündigungsauftrag der Kirche. Er vermittelt Grundwissen über den katholischen Glauben sowie andere Konfessionen und Religionen, macht mit Formen gelebten Glaubens vertraut und fördert die religiöse Dialog- und Urteilsfähigkeit der Schüler:innen.

Aktuell


KathReliOnline – ein Projekt für zukünftigen Religionsunterricht?

Mit dem deutschlandweit einmaligem digitalen Hybridmodell KathReliOnline will das Bistum Erfurt zusammen mit der Landesregierung in Thüringen katholischen Religionsunterricht in extremen Diasporasituationen gewährleisten.

rpp-katholisch interviewte die wissenschaftlichen Mitarbeiter zur Entwicklung, Evaluation und den Besonderheiten des Projekts.

Die Ergebnisse wurden im Kohlhammerverlag veröffentlicht.

Veranstaltungen 2024

Do | 26.09. | 14:30 – 18:00 Uhr

Ökumenische Fortbildung: "Ethische Entscheidungen am Anfang des Lebens" mit Prof. Tobias Hack | St. Ursula, Erfurt
Anmeldung über das Thüringer Schulportal
Thillm-Nr. 258400201

 


In Thüringen ist das Fach Katholische Religionslehre ordentliches Lehrfach, das nach Lehrplan unterrichtet wird.

Voraussetzung zur Erteilung von Katholischem Religionsunterricht ist neben der entsprechenden fachlichen Qualifikation die Missio Canonica.

Die Missio Canonica kann nach bestandener Zweiter Staatsprüfung auf Antrag verliehen werden. Für die Dauer des Vorbereitungsdienstes (Referendariat) wird auf Antrag eine Vorläufige Unterrichtserlaubnis erteilt.

Auch nach der Verleihung der Missio canonica sind Fortbildungen wichtig. Neben fachlichen und didaktischen Anregungen ist der Austausch mit anderen Religionslehrkräften bereichernd. Fortbildungen sorgen für eine hohe Qualität im Religionsunterricht.

Unterrichtet wird Katholische Religionslehre von ca. 190 Lehrkräften und 20 kirchlichen Mitarbeiter:innen an staatlichen Schulen in Thüringen. Dazu kommen die Lehrkräfte an den sieben katholischen Schulen im Bistum.

Kontakt

Bischöfliches Ordinariat Erfurt
Hauptabteilung Schule
Stiftsgasse 4a, 99084 Erfurt
0361  65 72 – 281
schulabteilung@bistum-erfurt.de

Leitung

Dr. Martin Fahnroth

Referentin für Religionsunterricht und Religionspädagogik

Veronika Wenner


Unterrichtsorganisation

An staatlichen Schulen nehmen 5 % der Schüler:innen am katholischen und 19 % am evangelischen Religionsunterricht teil. 76 % besuchen den Ethikunterricht.

Im Eichsfeld und in der Rhön mit einem hohen Anteil an Katholiken findet der Katholische Religionsunterricht oft im Klassenverband an den Schulen statt.

Ansonsten leben in Thüringen wenige Katholik:innen, so dass Unterrichtsgruppen über Klassenstufen, Schulen sowie Schularten hinweg gebildet werden. Der Unterricht findet überwiegend in Schulen, vereinzelt aber auch am Nachmittag in kirchlichen Räumen statt.
 

Hinweis für Eltern

Bereits bei der Einschulung oder beim Schulwechsel können Eltern darauf achten, dass die Konfession ihres Kindes von der Schule erfasst wird. Die Schulabteilung gibt Auskunft, ob für die Schule des Kindes die Erteilung des katholischen Religionsunterrichtes möglich ist.


Onlinegestützter Religionsunterricht (KathReliOnline)

Für extreme Diasporasituationen bietet seit dem Schuljahr 2019/20 ein Modellprojekt schulisch anerkannten Religionsunterricht für Schüler:innen der Klassen 9 – 13 an. KathReliOnline besteht aus Präsenz- und Onlinephasen.

Mehr unter www.kathrelionline.de

Die Ergebnisse des Projekts wurden im Kohlhammerverlag publiziert.

Religionspädagogische Evaluation der Schuljahre 2020/21 und 2021/22


Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht

Seit dem Schuljahr 2023/24 besteht die Möglichkeit, konfessionell-kooperativen Religionsunterricht an staatlichen Schulen im Freistaat Thüringen anzubieten. Die bereits 2019 geschlossene Vereinbarung zwischen den Kirchen bildete die Grundlage für die Vereinbarung mit dem Freistaat Thüringen. Das Modellprojekt ist zunächst auf 4 Schuljahre befristet. Es kann im Grundschulbereich und in der Sekundarstufe in den Klasse 5 - 8 durchgeführt werden. Es werden gemischt-konfessionelle Lerngruppen gebildet. Innerhalb von 4 Schuljahren ist ein Lehrerwechsel vorgesehen, so dass Lehrkräfte beider Konfessionen unterrichten.

Lehrplanhinweise zu den bestehenden Lehrplänen wurden bereits erarbeitet. In Fortbildungen werden Lehrkräfte sensibilisiert, auf Schülerinnen und Schüler der anderen Konfession einzugehen. Die konfessionelle Kooperation soll die religiöse Bildung in der Schule stärken, möglichst allen Schülerinnen und Schülern eine Teilnahme am Religionsunterricht ermöglichen und die Zweistündigkeit des Faches gewährleisten.

In der Vereinbarung zwischen den Kirchen wurde ein zweites Unterrichtsmodell vereinbart: Konfessionssensibler Religionsunterricht
Schüler:innen der Minderheitskonfession besuchen den Religionsunterricht der anderen Konfession; es gibt nur Religionslehrkräfte einer Konfession; es gibt keinen Lehrerwechsel. Konfessionssensibles Unterrichten bedeutet, evangelische und katholische Sichtweisen so anzubieten, dass die Perspektiven beider Konfessionen angemessen zum Tragen kommen. Durch Fortbildungen werden die Lehrkräfte darin geschult.

Weitere Informationen zu den neuen Unterrichtsformen finden sie hier.