Papst grüßt alle Thüringer

Benedikt der XVI. steht einem möglichen Besuch in den Neuen Bundesländern positiv gegenüber

Erfurt/Rom (BiP). Mit einer Privataudienz heute bei Papst Benedikt XVI. hat der Ad-limina-Besuch des Erfurter Bischofs Joachim Wanke und seines Weihbischofes Reinhard Hauke seinen Höhepunkt gefunden.

Grafik: Papst Benedikt XVI.Wanke richtete Grüße der Thüringer Katholiken und der säkularen Öffentlichkeit aus und versicherte im Gespräch mit Benedikt erneut, der Papst sei bei einem möglichen dritten Deutschlandbesuch in Thüringen willkommen. "Er hat mir geantwortet, dass eine solche Reise möglich sei, wenn Gott ihm die Kräfte dazu schenkt. Allerdings könne solch ein Besuch keinesfalls in zeitlicher Nähe erfolgen", gab der Bischof die Antwort des Papstes wieder. Das Anliegen von Bischof Wanke wird vom Berliner Erzbischof, Kardinal Georg Sterzinsky, unterstützt. Bei der ebenfalls heute stattfindenden Gruppenaudienz deutscher Bischöfe beim Papst wünschte sich auch Sterzisnky einen Papstbesuch in Berlin und den Neuen Bundesländern.

Die beiden Erfurter Bischöfe berichteten dem Papst außerdem von der Situation der katholischen Kirche in Thüringen. Benedikt zeigte sich sehr gut über die Situation der Christen in einer weitgehend konfessionslosen Gesellschaft informiert und erwähnte eigens das Eichsfeld als eine "glaubensstarke Region". Interessiert hörte Benedikt vom Gedenkjahr des Bistums Erfurt anlässlich des 800. Geburtstages der heiligen Elisabeth von Thüringen, der Erfurter Bistumspatronin. Mit dem Satz "Gesichter sind wichtiger als Worte" unterstrich der Papst, wie entscheidend das persönliche Zeugnis der Christen für die Weitergabe des Glaubens sei. "Ich freue mich, allen Thüringern die Grüße von Papst Benedikt überbringen zu können und seine Segenswünsche für das Elisabeth-Jahr", sagte Bischof Wanke sichtlich bewegt nach der Privataudienz.


Was ist ein Ad-limina-Besuch?



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