Bischof Wanke reist zum Papst

"Papst ist in den Neuen Bundesländern willkommen"

Bischof Joachim Wanke, Bistum Erfurt
Erfurt/Rom (BiP). Gemeinsam mit den Bischöfen der ostdeutschen und weiterer neun deutscher Bistümer reisen der Erfurter Bischof Joachim Wanke und sein Weihbischof Reinhard Hauke am 6. November zu einem mehrtägigen Ad-limina-Besuch nach Rom.

Die Bischöfe werden einzeln und in Gruppen mit dem Papst sprechen, verschiedene Einrichtungen der Kurie aufsuchen und an den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus beten. Der Besuch der Apostelgräber hat dem in der Regel alle fünf Jahre stattfindenden Besuch den Namen verliehen: Visitatio ad limina Apostolorum – Besuch an den Türschwellen (der Grabeskirchen) der Apostel (Petrus und Paulus). Ad-limina-Besuche der Bischöfe dienen der gegenseitigen Information und dem Austausch über Belange der Orts- und Weltkirche. Jeder Bischof reicht dazu vorher einen Bericht über sein Bistum ein.

Bischof Wanke wird Gespräche in den Kongregationen für die Glaubenslehre, für die Bischöfe, den Klerus und das katholische Bildungswesen sowie im Sekretariat für die Einheit der Christen führen. Dabei spricht er Themen an wie den Priesternachwuchs, die Feiertagskultur und die Situation von Ehe und Familie in Deutschland. Während der 20minütigen Privataudienz bei Benedikt XVI. wird der Erfurter Bischof erneut versichern, dass der Papst bei einem möglichen dritten Deutschlandbesuch in den Neuen Bundesländern willkommen sei.


Stichwort: "Ad-limina-Besuch"
Die Canones 399 und 400 des Codex Iuris Canonici (CIC), des katholischen Kirchenrechts, verpflichten die Bischöfe, alle fünf Jahre persönlich dem Papst über den Stand der ihnen anvertrauten Diözese Bericht zu erstatten. Dieser Besuch wird Ad-limina-Besuch genannt, was sich von der lateinischen Wendung visitatio ad limina apostolorum herleitet: Besuch bei den Türschwellen (der Grabeskirchen) der Apostel (Petrus und Paulus).
Bereits im vierten Jahrhundert sind obligatorische Reisen der Bischöfe nach Rom bezeugt. Seit dem 12 Jahrhundert wurden zunächst die Vorsteher der Kirchenprovinzen, die Metropoliten oder Erzbischöfe, später alle Bischöfe zu Besuchen in Rom angehalten. Papst Sixtus V. legte in der Apostolischen Konstitution Romanus Pontifex (1585) die bis heute wesentlichen Elemente der Ad-limina-Besuche fest: der Besuch und die Verehrung der Apostelgräber, die Begegnung mit dem Papst und der Bericht über den Zustand des jeweiligen Bistums.
Die Information fließt nicht nur in eine Richtung, vielmehr kommt es neben dem Bericht über das Bistum, der schriftlich sechs bis spätestens drei Monate vorher nach Rom geschickt werden muss, zu einem Austausch mit dem Papst und den Kurienbehörden über Belange der Orts- und Weltkirche. Zudem hat die Begegnung von Papst und Bischöfen einen weltkirchlichen und hierarchischen Charakter: Die Bischöfe, zu denen auch der Papst zählt, leiten kollegial die Kirche, zugleich ist der Papst das Haupt des Bischofskollegiums.

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