Mit Pauken und Trompeten

Die deutschen Bischöfe schenken Benedikt XVI. eine Vertonung seines Primizspruches

Eine Tuba spiegelt den Erfurter DomPapst Benedikt XVI. ist am Sonntagmittag mit den deutschen Bischöfen zum Essen zusammengekommen. Dabei dankte der Vorsitzende der Deutschen Bischofkonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, dem katholischen Kirchenoberhaupt für seinen Deutschlandbesuch und überreichte ihm als offizielles Geschenk eine eigens in Auftrag gegebene Komposition. Dabei handelt es sich um eine Vertonung des Primizspruches des jungen Joseph Ratzinger. Der Wahlspruch zu seiner Priesterweihe „Wir wollen ja nicht Herren über euren Glauben sein, sondern wir sind Helfer zu eurer Freude“ wurde von dem Eichstätter Domkapellmeister Christian Matthias Heiß komponiert.

Das vierminütige Werk für Chor, Bläser, Pauken und Orgel soll laut Zollitsch bei der Herbstvollversammlung der Bischofskonferenz am 5. Oktober in Fulda uraufgeführt werden. Er gab dem Papst die Unikat-Ausgabe der Partitur, die von dem Bonner Buchbinder Werner Welter gebunden wurde. Später soll der Papst eine CD-Aufnahme von dem Werk erhalten. Nach der Uraufführung soll die Komposition vom Eichstätter Jubilate-Verlag verlegt werden. Der komplette Stimmensatz kann dann über den Musikalienhandel unter dem lateinischen Titel „Non quia dominamur“ erworben werden.

Schmunzelnd erinnerte Erzbischof Dr. Zollitsch daran, dass sich der Primizspruch schon 1951 wie durch ein „Augenzwinkern des Himmels“ mit Musik verbunden habe. Dazu zitierte er aus der Autobiographie von Papst Benedikt XVI.: „Als in dem Augenblick, in dem der greise Erzbischof mir die Hände auflegte, ein Vöglein – vielleicht eine Lerche – vom Hochaltar in den Dom aufstieg und ein kleines Jubellied trällerte, war es mir doch wie ein Zuspruch von oben: Es ist gut so, du bist auf dem rechten Weg.“

Der Komponist Heiß verbrachte seine Schulzeit bei den Regensburger Domspatzen, die damals noch von dem Bruder des Papstes, Prälat Georg Ratzinger, geleitet wurden. Heiß: „Der damalige Münchner Kardinal Ratzinger und spätere Papst Benedikt XVI. hat öfter unsere Konzerte in Münchens Umgebung besucht und hernach mit uns Buben immer sehr nett geratscht.“ Heiß wurde 1967 geboren und studierte Kirchenmusik und Orgel an der Musikhochschule München. Anschließend war er musikalischer Assistent am Eichstätter Dom, bevor er als Kirchenmusiker in Ravensburg tätig wurde. Ab 1999 war er Domorganist in Eichstätt. Im Herbst 2002 wurde er zum Eichstätter Domkapellmeister berufen.

Die deutschen Bischöfe schenken Benedikt XVI. eine Vertonung seines Primizspruches



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