Ökostrom für die Marienvesper

Der Papstgottesdienst in Etzelsbach erfordert eine leistungsstarke elektrische Infrastruktur

Voller Energie: (von links) Dr. Kurt Herzberg, Koordinierungsbüro für den Papstbesuch im Bistum Erfurt, Generalvikar Raimund Beck, Reimund Gotzel, Vorstandsvorsitzender von E.ON Thüringer Energie, Peter Kittel, Regionalkoordinator im Eichsfeld
Voller Energie: (v.l.) Dr. Kurt Herzberg, Koordinierungsbüro für den Papstbesuch im Bistum Erfurt, Generalvikar Raimund Beck, Reimund Gotzel, Vorstandsvorsitzender von E.ON Thüringer Energie, Peter Kittel, Regionalkoordinator im Eichsfeld

Etzelsbach. Beim Papstbesuch im Eichsfeld stehen Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit mit an erster Stelle. So wird der Strom, der während der Marienvesper an der Wallfahrtskapelle Etzelsbach benötigt wird, ausschließlich aus regenerativen Energiequellen stammen. "Jede Kilowattstunde, die am 23. September hier verbraucht wird, stammt aus unseren Wasserkraftwerken an der Werra und ist damit CO2-frei", erklärte Reimund Gotzel, Vorstandsvorsitzender von E.ON Thüringer Energie, heute bei der Inbetriebnahme der elektrischen Infrastruktur für die Großveranstaltung. Die Kosten für den Stromverbrauch übernimmt E.ON Thüringer Energie.

Der Erfurter Generalvikar Raimund Beck dankte dem Unternehmen für die Bereitstellung der technischen Infrastruktur und sein Engagement zur Bewahrung der Schöpfung. "Wir sind sehr glücklich, mit E.ON einen Partner gefunden zu haben, der uns bei der Realisierung dieses Jahrhundertereignisses nachhaltig unterstützt", sagte Generalvikar Beck.

Energiezufuhr doppelt abgesichert

Für die Vesper an der Wallfahrtskapelle Etzelsbach haben sich bisher fast 60.000 Menschen angemeldet, rund 1000 Journalisten werden über den Papstbesuch im Bistum Erfurt berichten. Die für Bühnentechnik, Fernsehübertragung, Licht, Telekommunikation sowie Wärme notwendige Stromversorgung quasi auf freiem Feld absolut zuverlässig sicherzustellen, war selbst für den erfahrenen Versorger E.ON Thüringer Energie eine große Herausforderung. Insgesamt fünf mobile Trafostationen sorgen auf der Wiese vor der Kapelle für eine elektrische Leistung von insgesamt 2.000 Kilowatt – das ist mehr als die Anschlussleistung der drei Nachbarorte Hundeshagen, Steinbach und Reinholterode zusammengenommen.

Um den zusätzlich benötigten Strom zur bislang lediglich mit einer 400-Volt-Freileitung versorgten Etzelsbachkapelle zu bringen, mussten von Steinbach aus rund 1200 Meter 20.000-Volt-Kabel sowie 1000 Meter Niederspannungskabel verlegt werden. Die alte Freileitung zur Kapelle wurde abgebaut. Während der Marienvesper des Papstes wird zusätzliches Servicepersonal vor Ort sowie in einem Umspannwerk eine zuverlässige Energieversorgung gewährleisten. Sollte es dennoch zu einer unvorhersehbaren Störung kommen, werden parallel geschaltete Notstromaggregate unterbrechungsfrei die Stromversorgung übernehmen.

"Wir haben unser technisches Know-how gerne zur Verfügung gestellt, damit dieser historisch einmalige Papstgottesdienst hier auf dem Eichsfeld stattfinden kann", resümierte Reimund Gotzel. Alle provisorisch errichteten elektrischen Anlagen werden nach dem Ende der Großveranstaltung wieder abgebaut, damit das Gelände wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt werden kann. Was bleibt, ist eine leistungsfähige elektrische Infrastruktur zur Nutzung der Etzelsbachkapelle als Wallfahrtsort.



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