Verkehrskonzept für das Eichsfeld steht

Für den Besuch des Papstes in Etzelsbach wird die Autobahn 38 gesperrt und als leistungsstarker Busparkplatz genutzt.

Verkehrschilder bei der Wallfahrtskapelle Etzelsbach

Erfurt/Etzelsbach (BiP/wal). Am 23. September 2011 wird Papst Benedikt XVI. im Rahmen seines Besuchs in Deutschland auch den Freistaat Thüringen besuchen. Als einer der Reisehöhepunkte wird der Heilige Vater im Eichsfeld auf dem "Pilgerfeld" an der Wallfahrtskapelle Etzelsbach eine Marienvesper feiern, zu der zwischen 50.000 und 100.000 Pilgerinnen und Pilger aus der gesamten Bundesrepublik und dem benachbarten Ausland erwartet werden.

Diese große Zahl von Pilgerinnen und Pilgern stellt gerade im Bereich der Verkehrsplanung eine enorme logistische Herausforderung dar; dies alles vor dem Hintergrund der schwachen, zum Teil nicht vorhandenen Infrastruktur im näheren und weiteren Umfeld des Veranstaltungsortes Etzelsbach.

Lediglich die benachbarte Autobahn 38 (BAB 38) kann in diesem Kontext als leistungsstarke Einheit betrachtet werden. Die kurzfristige Hochrüstung vorhandener oder die Schaffung komplett neuer Infrastrukturen lassen sich vor allem unter ökologischen, ökonomischen und logistischen Gesichtspunkten nicht verantworten. Sie würden einen immens hohen Flächenverbrauch bedeuten, der – abgesehen vom begrenzten zeitlichen Rahmen der Errichtung – unverantwortbar wäre.

Vor diesem Hintergrund, mit Blick auf die Sicherheit der Pilgerinnen und Pilger sowie zur Vermeidung eines Verkehrsinfarkts in der Region bleibt als Planungsgrundlage nur die Vollsperrung der BAB 38 im Zeitfenster von Freitag, 23. September, 0.00 Uhr, bis Samstag, 24. September, 5.00 Uhr, und deren temporäre Umwidmung in einen leistungsstarken Parkplatz für registrierte Busse auf einer Länge von insgesamt zehn Kilometern.

Parallel hierzu haben Pilgerinnen und Pilger die Möglichkeit, mit dem öffentlichen Personennahverkehr anzureisen. Menschen aus dem näheren Umfeld der Wallfahrtskapelle haben außerdem die Möglichkeit, ganz problemlos zu Fuß oder mit dem Fahrrad anzureisen und so den Wallfahrtscharakter der Vesper mit Papst Benedikt XVI. nochmals zu betonen.

Der PKW-Individualverkehr wird so weiträumig wie möglich reduziert und auf Auffangparkplätze außerhalb des sensiblen Systems rund um die Wallfahrtskapelle Etzelsbach umgeleitet.

Um die gesperrte BAB 38 und das direkte Umfeld der Wallfahrtskapelle Etzelsbach vom regulären Durchgangsverkehr zu entlasten, werden weiträumige Umleitungsstrecken eingerichtet.

"Die von uns vorgelegte Verkehrskonzeption berücksichtigt alle erforderlichen Maßnahmen und liefert eine umfangreiche Lösungsstrategie. Zu ihr gibt es nach einhelliger Auffassung aller eingeschalteten Planer keine vertretbare Alternative – vor allem aus sicherheitstechnischer Perspektive", sagte Dr. Kurt Herzberg, Leiter des Koordinierungsbüros für den Papstbesuch, bei der Vorstellung des Konzepts.



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