Gehörlosenseelsorge

Die katholische Gehörlosenseelsorge im Bistum Erfurt ermöglicht hörgeschädigten Christen Gemeinschaft im Glauben, gleich wie den hörenden Christen. Zu den Gottesdiensten, die monatlich einmal in Erfurt und Leinefelde stattfinden, wird das Wort durch den Pfarrer in Deutsche Gebärdensprache gedolmetscht.

Gebete, Predigt und Liturgie werden so für gehörlose und schwerhörige Menschen erlebbar. Seit einiger Zeit werden nun auch Liedtexte von einem Gebärdensprachchor vorgetragen. Für jeden, ob hörend oder nicht hörend, ist der Gottesdienst zugänglich, wobei der Sehsinn besonders sensibilisiert wird.

Das anschließende Treffen ist für hörgeschädigte Menschen eine wichtige kommunikative Plattform. Sehr oft werden Vorträge aus der Glaubens- und Lebenswelt gehalten, da die hörende Welt für hörgeschädigte Menschen nicht immer eindeutig erschließbar ist. Das Seelsorgeangebot wird durch das Feiern von Festen und gemeinsame Fahrten bereichert.

Die Deutsche Gebärdensprache und die Kultur der Gehörlosen stellen die Besonderheiten der Gehörlosenseelsorge dar. Alle kirchlichen Veranstaltungen müssen in die visuelle Sprache der Gemeinschaft gedolmetscht werden, damit das für die Gemeinde verstehbar wird, was nicht über die Lautsprache möglich ist. Dies wird durch gebärdensprachkompetente Seelsorger, Sozialarbeiter(inn)en und Gebärdensprachdolmetscher/innen gesichert. Eine Integration ist möglich; dabei tauschen sich beide Kulturen in gleicher Augenhöhe aus.


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