Militärseelsorge

Militärseelsorger im Bereich des Bistums Erfurt

Die Militärseelsorge gilt den Angehörigen der Bundeswehr und ihren Familien, also den Menschen und nicht dem Militär als einer staatlichen Institution.

Die rechtliche Basis ist das im Grundgesetz verankerte Recht auf ungestörte Religionsausübung. Demzufolge hat auch der Soldat einen Anspruch darauf, seine Religion ausüben zu können. Der Dienst des Soldaten macht allerdings eine Beteiligung am Leben der Ortspfarrei oft unmöglich. Daher gibt es eigene Militär- oder besser: Soldatenseelsorger.

Verantwortlich für die katholische Militärseelsorge ist ein Militärbischof, der immer zugleich auch Diözesanbischof sein muss. Er steht in keinem Dienstverhältnis zum Staat. Auch die Militär- und Standortpfarrer sind nicht Mitglieder der Streikräfte. Sie sind Priester des Bistums, aus dem sie stammen, und werden von ihrem Bischof für die Soldatenseelsorge freigestellt.

Militärgeistliche erteilen somit keine Befehle und müssen Befehle durch Militärangehörige auch nicht entgegennehmen. Vielmehr feiern sie mit den Soldaten und ihren Angehörigen Gottesdienste, spenden Sakramente und begleiten die Soldaten bei ihren Einsätzen im In- und Ausland. Auch Nichtchristen nutzen das Angebot der Militärseelsorger zu gemeinsamen Gesprächen und zur Beratung bei wichtigen Lebensfragen.


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