Polizeiseelsorge

Landespolizeipfarrer in Thüringen

Die Polizeiseelsorge will den Polizistinnen und Polizisten helfen, die menschlichen Herausforderungen des Polizeidienstes zu bewältigen.

Sie umfasst die personen- und situationsgemäße Betreuung von Polizeibeamten, z.B. durch Anwesenheit bei Einsätzen, Einzelgespräche, die Feier von Gottesdiensten und Sakramentenspendungen sowie den berufsethischen Unterricht und das Angebot von Weiterbildungsveranstaltungen.

Da Polizeibeamte wegen Kasernierung, Schichtdienst und großer Mobilität nur schwer von der Gemeinde-Seelsorge erreicht werden können, gibt es die Einrichtung der Polizeiseelsorge. Verfassungsrechtliche Grundlage ist der Grundgesetz-Artikel 4, der das Recht auf "ungestörte Religionsausübung" gewährleistet. Für die katholische Polizeiseelsorge ist der jeweilige Diözesanbischof zuständig, der Polizeiseelsorger mit Einverständnis der staatlichen Behörden beauftragt. In Thüringen sind die Einzelheiten durch einen Polizeiseelsorgevertrag zwischen dem Freistaat Thüringen und den im Land ansässigen Bistümern Erfurt, Dresden-Meißen und Fulda geregelt.

1975 beschloss der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz die Gründung der "Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Polizeiseelsorge", der seit 1979 ein Polizeibischof vorsitzt. Die Bundesarbeitsgemeinschaft ist ein Gesprächs- und Informationsforum und dient der Aus- und Weiterbildung von Polizeiseelsorgern. Zu den Aufgaben des Polizeibischofs gehören Verhandlungen mit staatlichen Behörden, die seelsorgerische Begleitung der Bundesarbeitsgemeinschaft und ihre Vertretung in der Bischofskonferenz, die Förderung der ökumenischen Zusammenarbeit sowie die Repräsentation der katholischen Polizeiseelsorge.

 

www.polizeiseelsorge.org



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