Der Erfurter St. Marien-Dom ist die Bischofskirche des Bistums Erfurt.
Bischofskirchen werden auch Kathedralen genannt, weil in ihnen die "Cáthedra" steht. So heißt der Sitz des Bischofs, auf dem er im Gottesdienst Platz nimmt und der als Ausdruck der bischöflichen Autorität nur dem Bischof vorbehalten ist.
Der Erfurter Dom ist nicht nur wegen seiner Architektur und einmaligen Lage über der Stadt weltberühmt. In seinem mittleren Glockenturm hängt die Gloriosa, die größte, frei schwingende, mittelalterliche Glocke der Welt. Als "Königin der Glocken" beeindruckt sie mit einem unnachahmlichen Klang.
Ansprechpartner, Gottesdienste und Führungen auf dem Domberg
Baugeschichte des Domes in Zahlen
742 Gründung des Bistums Erfurt. Erster Kirchbau auf dem Domberg
1153 Einsturz einer "Basilika minor"
1154 Baubeginn einer romanischen Basilika auf dem Domberg
1182 Weihe der Basilika
1201 Fertigstellung des Südturms
1237 Fertigstellung des Nordturms
1290 Weihe der ersten Chorverlängerung östlich des romanischen Sanktuariums
Vor 1307 Fertigstellung des Mittelturms
Bis 1329 Bau der so genannten Kavaten, des Unterbaus für den Hohen Chor
Um 1330 Triangel-Portalvorbau an der Nordseite des nördlichen Querhauses
1349 Grundsteinlegung für den Hohen Chor in seiner heutigen Gestalt
1370 Weihe des Hohen Chores
1455 Abriss des Langhauses der romanischen Basilika und Baubeginn der spätgotischen Halle. 1465 ist das neue Langhaus bereits nutzbar
1707 Aufstellung des barocken Hochaltares
1868 Umbau des spätgotischen Langhausdaches
1968 Demontage der neugotischen Dachkonstruktion und Errichtung eines neuen Daches in der spätgotischen Form
1979 Beginn der Steinsanierungsarbeiten und der Sanierung der mittelalterlichen Glasmalerei des Hohen Chores
2000 Restaurierung des barocken Hochaltares
2002 bis 2004 Sanierung der Turmanlage wegen Rissbildungen und des Hohen Chores
2004 Wegen eines Haarrisses muss die große Domglocke "Gloriosa" in einer spektakulären Aktion aus dem Dom ausgebaut und außerhalb Thüringens geschweißt werden.