Diözesan-Administrator Weihbischof Dr. Reinhard Hauke

Weihbischof Dr. Reinhard Hauke, Bistum ErfurtPapst Benedikt XVI. hat den Erfurter Dompfarrer Domkapitular Dr. Reinhard Hauke am 11.10.2005 zum Weihbischof für das Bistum Erfurt ernannt.

Die Bischofsweihe empfing der designierte Weihbischof am 26. November 2005 im Erfurter Dom. Als Wahlspruch für sein Bischofsamt wählte Hauke einen Vers aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher: Deus pacis sanctificet vos – Der Gott des Friedens heilige euch (1 Thess 5,23). Das Erfurter Domkapitel wählte Weihbischof Hauke nach dem Rücktritt von Bischof Wanke im Oktober 2012 zum Diözesan-Administrator des Bistums Erfurt. In diesem Amt leitet er das Bistum, bis ein neuer Bischof von der Diözese Besitz ergreift.

Reinhard Hauke kam als sechstes Kind der Eheleute Hilde und Hans Hauke am 6.11.1953 in Weimar zur Welt. Nach dem Abitur an der Erweiterten Oberschule Weimar studierte er in Erfurt Theologie und wurde am 30.6.1979 durch Bischof Hugo Aufderbeck zum Priester geweiht. Es folgten Kaplansstellen in Jena und Heiligenstadt (St. Ägidien), bis Hauke 1987 als Präfekt im Priesterseminar und Domvikar nach Erfurt kam, um hier zugleich ein Promotionsstudium in Liturgiewissenschaft zu beginnen. 1992 promovierte er an der Universität Passau mit einer Arbeit über die ökumenische Dimension der Christusanamnese in doxologischer Gestalt zum Dr. theol.

Im gleichen Jahr wurde Hauke in Erfurt als Dompfarrer an St. Marien ernannt und nahm zusätzlich Tätigkeiten als Lehrer für katholische Religion an der Edith-Stein-Schule und Dozent für Liturgiewissenschaft am Priesterseminar auf. Daneben führte er seine 1987 begonnenen Arbeiten als Gehörlosenseelsorger und Rundfunkbeauftragter des Bistums Erfurt beim MDR bis zum Jahr 2004 fort. Seit 1994 ist Dr. Hauke Domkapitular des Kathedralkapitels St. Marien zu Erfurt. Vom September 2005 bis zu seiner Tätigkeit als Weihbischof war Hauke neben seiner Tätigkeit als Dompfarrer auch für die Pfarrei St. Severi auf dem Domberg verantwortlich.

Über Erfurt hinaus wurde Dompfarrer Hauke durch seine pastoralen Projekte bekannt, die nicht zuletzt für Nichtchristen gedacht sind, wie die Feier der Lebenswende für Jugendliche ohne Konfession, der Segnungsgottesdienst am Valentinstag, das Monatliche Totengedenken, das Weihnachtslob im Erfurter Dom sowie der Kosmas-und-Damian-Gottesdienst für Kranke und ihre Helfer.

In der Deutschen Bischofskonferenz gehört Weihbischof Hauke den Kommissionen für Jugend, Pastoral und Weltkirche sowie der Unterkommission für Kontakte mit Lateinamerika an. Seit dem 25.9.2009 ist er Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die Vertriebenen- und Aussiedlerseelsorge.



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