Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung

Bischof Wiesemann: „Die Schöpfung kann und darf uns nicht gleichgültig sein!“


Blauer Himmel mit weißer Wolke und zwei Baumkronen

Die katholische Kirche begeht am kommenden Freitag (1. September 2017) zum dritten Mal den von Papst Franziskus ausgerufenen weltweiten Gebetstag für die Bewahrung der Schöpfung. Er fällt mit dem bereits in Deutschland traditionellen Ökumenischen Tag der Schöpfung zusammen, der ebenfalls am 1. September 2017 begangen wird und in der Verantwortung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) liegt. An vielen Orten versammeln sich Christen, um gemeinsam dem Schöpfer für das Geschenk des vielfältigen Lebens zu danken und sich für die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen.

Der Vorsitzende der ACK, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Speyer), ruft die Gläubigen in Deutschland auf, sich an diesem Schöpfungstag zu engagieren und sich durch Gebet, Gottesdienst und gemeinschaftliche Veranstaltungen an die je eigene Verantwortung für die Schöpfung erinnern zu lassen. „In einer mehr und mehr globalisierten Welt, die von Terror und Angst heimgesucht wird, vergessen wir manchmal den dankbaren Blick auf Gottes gute Schöpfung. Für diese Schöpfung müssen wir eine generationenübergreifende Verantwortung übernehmen“, so Bischof Wiesemann. „Wer heute nicht an morgen denkt, versündigt sich an den kommenden Generationen. Deshalb brauchen wir ein Bewusstsein, das Schöpfung und Ökologie nicht als Themen von gestern abtun, sondern höchste Aktualität haben. Die Schöpfung kann und darf uns nicht gleichgültig sein.“

Die Feier des Schöpfungstages sei ein besonderes Herzensanliegen von Papst Franziskus, der angesichts der ökologischen Krise unermüdlich zur Umkehr aufrufe und alle Christinnen und Christen zur besonderen Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung mahne. „In der Enzyklika Laudato si? macht der Papst Handlungsvorschläge, die wir mutig in unseren Gemeinden aber auch auf der überregionalen Ebene aufgreifen sollten. Klimapolitik, gerechte Ressourcenverwendung und eine Versorgung mit sauberem Trinkwasser für jeden, sind nur einige von konkreten Forderungen, denen wir uns verpflichtet fühlen sollten“, betont Bischof Wiesemann. Auch Papst Franziskus liege an einer ökumenischen Ausrichtung dieses Tages. Der Papst habe mit seiner Initiative eine orthodoxe Praxis aufgegriffen und ermutige, in ökumenischer Gemeinschaft Zeugnis für die Schöpfung abzugeben.


Hintergrund
Der Ökumenische Tag der Schöpfung wird seit mehreren Jahren jeweils am ersten Freitag im September von der Gemeinschaft der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) mit einer zentralen Feier begangen. Diese Praxis wurde auf dem Zweiten Ökumenischen Kirchentag 2010 in München angekündigt und hat sich seitdem bewährt. Die gemeinsam vereinbarte Schöpfungszeit, die mit dem 1. September beginnt und am 4. Oktober, dem Fest des heiligen Franz von Assisi endet, will Ansporn sein, einen Schöpfungstag auch in den Regionen und Pfarrgemeinden zu begehen.

Hinweise:
Die zentrale Feier zum Ökumenischen Schöpfungstag findet in diesem Jahr unter dem Leitthema „So weit Himmel und Erde ist“ (Psalm 148,13) am 1. September 2017 in Lübeck statt. Den Gottesdienstablauf, weitere Materialien und Anregungen zur Umsetzung der Initiative auf regionaler oder lokaler Ebene finden sich auf der Internetseite www.schoepfungstag.info.

Die Enzyklika Laudato si? – Über die Sorge für das gemeinsame Haus kann unter www.dbk.de in der Rubrik „Veröffentlichungen“ als pdf-Datei heruntergeladen oder als Broschüre bestellt werden. Ausführliche Informationen sind im Dossier „Laudato si?“ verfügbar.

Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz. Den Inhalt verantwortet der Absender.
30.08.2017

Bischof Wiesemann: „Die Schöpfung kann und darf uns nicht gleichgültig sein!“



Impressum | Sitemap | Kontakt
powered by St. Benno-Verlag