Auf dem Weg zur Priesterweihe

Der Eichsfelder Philip Theuermann (Leinefelde) wird zum Diakon geweiht


Porträtaufnahme eines jungen Mannes, Philip Theuermann aus Leinefelde


Leinefelde (BiP).
Philip Theuermann aus Leinefelde wird am Samstag, 6. Mai zum Diakon geweiht. Weihbischof Reinhard Hauke spendet das Weihesakrament um 10 Uhr in St. Maria Magdalena, der Heimatkirche Theuermanns. Der 25-Jährige möchte Priester werden. Die Diakonenweihe ist die erste Weihestufe auf dem Weg dorthin.

Mit dem Weihbischof stehen Subregens Egon Bierschenk vom Regional-Priesterseminar Erfurt, der Leinefelder Pfarrer Gregor Arndt und Pfarrer Steffen Riechelmann aus Theuermanns Praktikumspfarrei Effelder am Altar. Der Projektchor Leinefelde unter Leitung von Josef Vockrodt sorgt gemeinsam mit dem Erfurter Organisten und Kantoren Konrad Schäfer für eine musikalisch-festliche Gestaltung des Gottesdienstes. Nach der Weihe wird Philipp Theuermann sein Seelsorgepraktikum in der Pfarrei Effelder fortsetzen.

Theuermann wurde am 6. November 1991 in Leinefelde geboren und wuchs in einem katholischen Elternhaus auf, das ihn von Geburt an mit dem christlichen Glauben in Berührung brachte. In seiner Kinder- und Jugendzeit engagierte er sich in der Kirchengemeinde als Ministrant und Lektor sowie in der Kinder- und Jugendarbeit.

Diese Tätigkeiten weckten sein Interesse an theologischen Fragestellungen, das der Zivildienst in der Heimatpfarrei nach dem Abitur im Jahr 2010 noch verstärkte, so dass sich Theuermann statt eines Lehramtsstudiums in Halle für das Theologiestudium in Erfurt entschied. Besonders faszinierte ihn die Pastoraltheogie.

Anfangs hatte Theuermann kein konkretes Berufsziel vor Augen, doch bis zum neunten Semester entschied er sich, Priester zu werden, und bat Bischof Neymeyr um Aufnahme in das Priesterseminar. Seine praktische Ausbildung nach dem Studienabschluss 2016 führte ihn in die Pfarrei St. Alban in Effelder, wo er künftig auch als Diakon wirken wird.


Stichwort: „Diakon, Diakonenweihe“

In der Katholischen Kirche ist die Weihe mit ihren Stufen Diakonen-, Priester- und Bischofsweihe eines der sieben Sakramente. Der Begriff Diakon stammt vom griechischen Verb „diakonein“ ab und bedeutet Diener, Helfer. Während der ersten Jahrhunderte waren die Diakone unmittelbare Helfer des Bischofs und kümmerten sich vor allem um Arme und Kranke. Ab dem 9. Jahrhundert ging die Eigenständigkeit des Amtes verloren. Zum Diakon wurde nur noch geweiht, wer später Priester werden wollte. So wurde das Diakonat zur „Durchgangsstufe“ auf dem Weg zum Priesteramt. Erst das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65), die Versammlung aller katholischen Bischöfe mit dem Papst, betonte wieder stärker die ursprüngliche Bedeutung. Seitdem werden auch verheiratete Männer zu Diakonen geweiht, die ihren Dienst in der Gemeinde verrichten. Unverheiratete, auch verwitwete Männer können ebenfalls Ständiger Diakon werden, für sie bleibt die Ehelosigkeit allerdings verpflichtend.
Zu den Aufgaben des Diakons gehören unter anderem die Assistenz im Gottesdienst, Taufen, Eheschließungen und Beerdigungen, Erteilen von Religionsunterricht und Katechesen sowie die Sorge um die Mitglieder der Gemeinde, besonders um Alte und Kranke.
Im Rahmen der Weihehandlung innerhalb einer Heiligen Messe liegen die Kandidaten bei der Allerheiligenlitanei vor dem Altar auf dem Boden. Dies geschieht zum Zeichen, dass sie sich ganz Gott übereignen wollen. Der Bischof weiht durch Handauflegung und Gebet. Die Pfarrer der Heimatgemeinden legen den neuen Diakonen die liturgischen Gewänder an. Dann überreicht der Bischof das Evangelienbuch, aus dem die Botschaft Jesu Christi verkündigt werden soll, und besiegelt mit einer abschließenden Umarmung als Friedensgruß die Aufnahme in das neue Amt.

04.05.2017



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