Gewagtes Leben

Gedanken zum zweiten Advent


Skulpturr Rufender vorr GitterfensternRufer in der Wüste
wird er genannt
 

der junge Mann,
der nur von dem lebte,
was die Natur hergab;
 

der selbst ein Gerufener war,
berufen,
das Heil zu verkünden;

der Vorläufer dessen,
der das Heil der Welt ist.
 

Der Rufer in der Wüste,
hat alles dafür gegeben,
seine besten Jahre.
 

Und lässt am Ende
seines kurzen Lebens
nachfragen:

"Bist du es, der da kommen soll?
Oder sollen wir auf einen anderen warten?"
 

Der scheinbar Unerschütterliche,
der Starke und Unbeugsame,
der von Gott ausdrücklich Gerufene

ist Glaubender,
Anfragender,
nicht Wissender.
 

Woher nehmen wir die Gewissheit,
dass unser Leben so richtig ist
wie es ist?
 

Andrea Wilke


Aus dem Evangelium vom zweiten Adventssonntag: Lukas 3,1-6
Es war im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius; Pontius von Pilatus war Statthalter von Judäa...Da erging in der Wüste das Wort an Johannes, den Sohn des Zacharias.
Und er zog in die Gegend am Jordan und verkündigte dort überall Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden. So erfüllte sich, was im Buch der Reden des Propheten Jesaja steht: Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! Jede Schlucht soll aufgefüllt werden, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden. Und alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt.

08.12.2012



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