Seelsorgeamtsleiter Gregor Arndt wird Dompropst und Pfarrer auf dem Erfurter Domberg

Das Seelsorgeamt leitet dann zum ersten Mal im Bistum Erfurt eine Frau: Dr. Anne Rademacher

Wappen des Bistums ErfurtErfurt (BiP). Der Leiter des Seelsorgeamtes im Bistum Erfurt, Domkapitular Gregor Arndt, ist von Bischof Joachim Wanke mit Wirkung zum 22. April 2012 zum Dompropst, also zum Vorsitzenden, des Erfurter Domkapitels St. Marien ernannt worden. Arndt löst Weihbischof Reinhard Hauke als Dompropst ab. Außerdem wird er ab 1. Juli als Dompfarrer und Pfarrer von St. Severi auf dem Domberg wirken, wie der Dom- und der Severi-Gemeinde heute in den Sonntagsmessen bekannt gemacht wurde.

Die Leitung des Erfurter Seelsorgeamtes übernimmt am 23. April erstmalig eine Frau, Dr. Anne Rademacher, die dort zuletzt als Referentin und engste Mitarbeiterin von Domkapitular Arndt gearbeitet hat.

Der amtierende Pfarrer von Dom- und Severi-Gemeinde, Christian Gellrich, wechselt zum 1. Juli in die Pfarrseelsorge von St. Marien in Niederorschel (Eichsfeld). Sein Vorgänger in Niederorschel, Pfarrer Michael Ipolt, wird am gleichen Tag katholischer Seelsorger am Universitätsklinikum in Jena.

Domkapitular Gregor ArndtDomkapitular Gregor Arndt (56), gebürtig aus Jena, wurde im Juni 1984 im Erfurter Dom zum Priester geweiht. Nach zwei Kaplansstellen in Mühlhausen und Heiligenstadt (St. Gerhard) arbeitete er von 1989 bis 1996 als Diözesan-Jugendseelsorger und wurde dann zum Pfarrer und Stadtdechanten von Mühlhausen ernannt. Im August 2008 wechselte er als neuer Leiter des Seelsorgeamtes nach Erfurt und wurde im Januar 2009 von Bischof Wanke zum Domkapitular ernannt.

Dr. Anne Rademacher, Bistum ErfurtDr. Anne Rademacher (37) kam in Ilmenau zur Welt und wuchs in Frankfurt an der Oder auf. Nach dem Theologie-Studium in Erfurt arbeitete sie von 1999 bis 2002 als Praktikantin und Gemeindeassistentin in Bad Langensalza. Danach übernahm sie das Referat Kinderseelsorge im Erfurter Seelsorgeamt. 2007 wurde sie Seelsorgeamtsreferentin und damit zweite Hand des Seelsorgeamtsleiters. 2010 promovierte Anne Rademacher an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt mit einer Arbeit über das Markus-Evangelium zum Dr. theol.

Pfarrer Christian Gellrich, Bistum ErfurtPfarrer Christian Gellrich (48) stammt aus Bischofferode und arbeitete nach seiner Priesterweihe 1993 als Kaplan in Erfurt (St. Lorenz) und Dingelstädt. 2001 wurde er zum Pfarrer der Katholischen Studentengemeinde Erfurt und 2005 für ein Jahr als Leiter des Bildungshauses St. Ursula ernannt. Die Einführung als Erfurter Dompfarrer und Pfarrer von St. Severi fand im Januar 2006 statt.

Michael Ipolt geht von Niederorschel nach Jena und wird dort katholischer KlinikseelsorgerPfarrer Michael Ipolt (53) wurde 1958 in Gotha geboren und 1986 in Erfurt zum Priester geweiht. Die Kaplanszeit verbrachte er in Jena und Dingelstädt, ehe er 1993 als Seelsorger am Katholischen Krankenhaus Erfurt und als Religionslehrer an der Krankenpflegeschule arbeitete. 1996 wurde Ipolt Pfarrer in Rohrberg (Eichsfeld) und 2011 als Administrator für Niederorschel und Bernterode bestellt.


Stichwort: "Domkapitel, Domkapitular"
Das Domkapitel (Kapitel von lat. caput, Kopf), ist das Leitungsgremium einer Bischofskirche. Seine Mitglieder sind Priester, die vom Ortsbischof ausgewählt und zu Domkapitularen (auch als Domherren oder Kanoniker bezeichnet) ernannt werden. Dabei ist das Domkapitel zu hören.
Die Größe des Domkapitels variiert je nach Größe der Diözese, wobei die im Einzugsbereich des Domes wohnenden Kapitelsmitglieder residierende Domkapitulare, die in entfernteren Gemeinden nichtresidierende Domkapitulare genannt werden. Zum Erfurter Kapitel gehören fünf residierende und drei nichtresidierende Domkapitulare.
Als juristische Person wird die Arbeit des Kapitels durch das allgemeine Kirchenrecht, durch Beschlüsse der Deutschen Bischofskonferenz und Konkordatsbestimmungen festgelegt. Hinzu kommen noch verschiedene Gewohnheiten der Diözese und geschichtliche Eigenheiten, die die Aufgaben des Domkapitels bestimmen.
Seine erste Aufgabe ist es, die Liturgie in der Bischofskirche ("Dom", Kathedrale) zu organisieren und für eine würdige Durchführung von feierlichen Gottesdiensten zu sorgen.
In den meisten deutschen (Erz-)Bistümern obliegt es dem Domkapitel, beim Amtsverzicht oder Tod des Bischofs für die Übergangszeit einen Diözesanadministrator zu wählen, der das Bistum bis zur Ernennung eines neuen Bischofs leitet.
Die deutschen Domkapitel, ausgenommen die der bayerischen Diözesen und des Bistums Speyer, wählen den Bischof aus einer Dreierliste des Papstes und beraten ihn bei der Leitung des Bistums.



Impressum | Sitemap | Kontakt
powered by St. Benno-Verlag