Sehen ist anders als erzählt bekommen

Mit dieser Weisheit aus Afrika kehrten am Donnerstag 14 pastorale Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus dem Bistum Erfurt, Essen und Hongkong (Partnerbistum Essen) zurück von einer spannenden missio-Begegnungsreise nach Tansania in Ostafrika.

Bischof von Sansibar bekommt Kerze überreichtGruppenbildVon einer eindrucksvollen Reise nach Tansania sind jetzt vier Mitarbeiter des Bistums zurückgekehrt. Mit dabei waren neben der Erfurter Referentin des Hilfswerks Missio, Ayline Plachta, und dem Referenten für Caritas und Gesellschaft, Diakon Thomas Kappe, auch der Gemeindereferent Christian Bargel aus Suhl und die Pastorale Mitarbeiterin Christina Günther aus Wolfmannshausen. Von der Caritas Erfurt vervollständigte Franziska Schwabe mit nach Afrika. Insgesamt zehn Tage lang war die Gruppe zusammen mit Kollegen aus dem Bistum Essen und dem Essener Partnerbistum Hongkong auf Sansibar und auf dem tansanischen Festland unterwegs, um die Strukturen der Kirche in dem ostafrikanischen Land mit denen in Deutschland und Asien zu vergleichen.

Höhepunkte waren die musikalische Sonntagsmesse in der Kathedrale, die schon mit einem besonders rhythmischen Einzug begann und das anschließende Gespräch mit Bischof Augustine Shao. Er bezeichnet Sansibar als "Tor für das Christentum" und betont, dass die Christianisierung Ost-Afrikas von Sansibar ausging. Dies sei in Harmonie mit dem Islam geschehen, an die er zukünftig anknüpfen möchte.

Nachdem auch wir das Baba Yetu-das Vaterunser mit mitgebrachten Instrumenten auf Swahili singen, führt unser Weg von hieraus zurück ins Festland nach Arusha.

Hier treffen wir auf Schwester Leah, deren freundliches Gesicht 2015 das Titelbild der Kampagne zum missio-Weltmissionssonntag schmückte. Wiedersehensfreude! Wir werden herzlich in der Gemeinde empfangen und sind überwältigt von afrikanischer Chormusik zur Begrüßung und unaufhörlich tanzenden Ordensschwestern, die uns willkommen heißen.

Die beiden Pfarrer der jungen Gemeinde erzählen uns von Schwester Leahs Arbeit mit den Massaifrauen. Vor allem aber von den vielen Kleinen Christlichen Gemeinschaften Afrikas. Sie stärken einander zuerst in Gesundheit, Bildung und schließlich auch im Glauben. Mit Schwester Leah sind wir anschließend in eine solche Familie zu einer Andacht mit Bibelteilen eingeladen. Sie ist mit unseren Stationsgottesdiensten oder Wort-Gottes-Feiern vergleichbar. Im Freien, zwischen Hühnern und Hunden werden wir erwartet und erleben, wie wenig es braucht, um sich um das Wort zu versammeln und das Leben und die eigenen Anliegen miteinander zu teilen und einander zu tragen.

Berührt von der Begegnung mit Schwester Leah, überwältigt von der Natur und Tierwelt Afrikas, nachdenklich über die Berührung mit Armut und der Motivation zum Christsein verlassen wir Arusha wie wir es betreten haben: Es ist dunkel, etwas Staub liegt auf unseren Lippen, der Muezzin singt von fern und wir denken 'hier waren wir nicht das letzte Mal'.

Für die Abfahrt zum Flughafen haben wir gelernt uns zu gedulden. Denn wir (die Europäer) haben die Uhr und sie (die Afrikaner) haben die Zeit.

von Ayline Plachta Referentin für missio und weltkirchliches Lernen im Bistum Erfurt

Mit dieser Weisheit aus Afrika kehrten am Donnerstag 14 pastorale Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus dem Bistum Erfurt, Essen und Hongkong (Partnerbistum Essen) zurück von einer spannenden missio-Begegnungsreise nach Tansania in Ostafrika.



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