Heilige Pforte am Erfurter Dom wird geschlossen

Papst Franziskus beendet das Heilige Jahr der Barmherzigkeit

Heilige Pforte am Erfurter Dom St. Marien, geöffnetErfurt (BiP). Das von Papst Franziskus 2015 ausgerufene Heilige Jahr der Barmherzigkeit steht vor seinem Abschluss. Bis Samstag, 19. November, dem Gedenktag der heiligen Elisabeth von Thüringen, kann noch die Heilige Pforte am Erfurter Dom durchschritten werden, ehe sie nach dem Festgottesdienst, der abends um 18 Uhr beginnt, geschlossen wird. Einen Tag später beendet der Papst feierlich in Rom das Heilige Jahr. Im Unterschied zu früheren Jahren hatte Franziskus bestimmt, dass es nicht nur in Rom, sondern auch in allen Diözesen der Weltkirche Heilige Pforten geben sollte. Im Bistum Erfurt befanden sich diese am Mariendom und auf dem Hülfensberg im Eichsfeld, wo die Heilige Pforte bereits geschlossen ist.

Auch wenn der Papst die katholische Kirche mit der Ausrufung eines Jahres der Barmherzigkeit überrascht hatte, fanden sich die Thüringer Katholiken nicht gänzlich unvorbereitet. Schon im Elisabeth-Jahr 2007, als man des 800. Geburtstages der Erfurter Bistumspatronin gedachte, hatte eine Umfrage in den Kirchengemeinden zu einer Neuformulierung der überlieferten Werke der Barmherzigkeit "für Thüringen heute" geführt. "Aus vielen Bistümern, Einrichtungen und Verbänden haben uns in den vergangenen Monaten Anfragen zu den Thüringer Werken der Barmherzigkeit erreicht. So wurden das Elisabethjahr 2007 und der Versuch, Alltag und Christsein zusammenzubringen, im Heiligen Jahr neu lebendig", sagt Dr. Anne Rademacher.

Die Leiterin des Erfurter Seelsorgeamtes denkt dabei nicht zuletzt an das Engagement für die Flüchtlinge in den Kirchengemeinden und den karitativen Einrichtungen des Bistums. Auch die diözesanen Wallfahrten hätten sich dem Thema Barmherzigkeit gewidmet. "Bei der Bistumswallfahrt war der 'Markt der guten Möglichkeiten' ein eindrucksvolles Zeichen, dass uns das Engagement für die Welt und die Menschen in nah und fern mit anderen verbindet, auch wenn sie nicht unseren Glauben teilen. Eine sehr schöne Erfahrung", sagt Rademacher.

15.11.2016



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