Ausstellung "Martin Luther und das Judentum – Rückblick und Aufbruch" öffnet am 4. November

MLogo der AG Kirche und Judentum in Thüringenartin Luther hat ein schwieriges Erbe hinterlassen. In der Anfangszeit der Reformation hat er dafür plädiert, die Juden menschlich zu behandeln. Später hat er sie unerträglich geschmäht und die Anwendung von Gewalt gegen sie gefordert. Auch sein übriges Schrifttum lässt keinen Raum für jüdisches Leben.

Durch Wort und Bild ist Luthers negative Sicht der Juden durch die Jahrhunderte hin wirksam geworden. Das jüdische Selbstbild blieb bedeutungslos, obwohl Jesus, wie Luther anfangs betonte, „ein geborner Jude“ war.

Erst nach dem Holocaust haben die evangelischen Kirchen begonnen, sich dem lastenden Erbe kirchlicher Judenfeindschaft, deren prominenter Vertreter Luther ist, zu stellen. Sie wird von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und dem Touro College Berlin getragen. Auf ihren Tafeln erhalten jüdische und christliche Perspektiven Raum.

Zum Auftakt des Jubiläumsjahres widmet sich auch Evangelische Kirche in Mitteldeutschland der Auseinandersetzung mit Martin Luthers Erbe. So ist zur Herbsttagung der Landessynode vom 16.–19. November 2016 eine öffentliche Stellungnahme geplant.

Die Ausstellung ist zu sehen vom 4. November bis 16. Dezember 2016, jeweils montags bis freitags 8–16 Uhr, und zwar im Landeskirchenamt der EKM Collegium Maius Erfurt, Michaelisstraße 39

Eintritt frei | Zugang ist leider nicht barrierefrei Tel.-Nummer des Empfangs: 0361-51800

Information und Kontakt: charlotte.weber@ekmd.de

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Kirche und Judentum in Thüringen. Den Inhalt verantwortet der Absender.

03.11.2016



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