Schutz der Totenruhe sichern

Kirchliche Kritik an nicht eingefriedeten Waldfriedhöfen

Gitter, durch das man Bäume mit Herbstlaub sieht

Pressemitteilung des Katholischen Büros Thüringen im Rahmen der Anhörung zum Thüringer Bestattungsgesetz durch den Innenausschuss des Thüringer Landtages:

Der Innenausschuss des Thüringer Landtages hat diese Woche (25.08.2016) zur Anhörung zu vorgesehenen Änderungen am Thüringer Bestattungsgesetz eingeladen. Kern der Änderung ist die Ausweitung der Friedhöfe auch in Form von Waldfriedhöfen.

Seitens des Katholischen Büros Thüringen wird am derzeit gültigen Bestattungsgesetz kein Änderungsbedarf gesehen. Die bisherige Rechtslage hat sich als ein sinnvoller Rahmen der Bestattungskultur in Thüringen erwiesen.

Die vorgesehene Form der Waldfriedhöfe wird abgelehnt, da eine Einfriedung des Bestattungsbereiches nicht vorgesehen ist. Eine Einfriedung ist aus kirchlicher Sicht notwendig, um die Achtung der Totenwürde sowie den Schutz der Totenruhe zu gewährleisten.

Gegenüber Beisetzungen in Waldstücken, die Bestandteil eines Friedhofes sind, bestehen keine Bedenken.

Darüber hinaus ist es ein grundsätzliches kirchliches Anliegen, dass der Tendenz einer Anonymisierung von Bestattungen nicht weiter Vorschub geleistet werden sollte. So sollen auf Waldfriedhöfen Grabmale entfallen, obwohl diese Ausdruck der Würdigung des Verstorbenen und eine Hilfe bei der Trauerbewältigung sind.

gez. Ordinariatsrat Winfried Weinrich
Leiter des Katholischen Büros

Kirchliche Kritik an nicht eingefriedeten Waldfriedhöfen



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