250 junge Thüringer treffen katholische Weltjugend in Polen

Höhepunkt der Pilgerreise des Bistums Erfurt zum XXXI. Weltjugendtag vom 20. Juli bis 1. August in Krakau ist der Gottesdienst mit Papst Franziskus

Logo des WeltjugendtagesHöhepunkt der Pilgerreise des Bistums Erfurt zum XXXI. Weltjugendtag vom 20. Juli bis 1. August in Krakau ist der Gottesdienst mit Papst Franziskus und voraussichtlich zwei Millionen Gläubigen.
Weltjugendtage der Katholischen Kirche fanden schon in Rom, Toronto, Sydney, Rio de Janeiro oder Manila statt. So gesehen versammelt sich die katholische Jugend der Welt dieses Jahr fast vor unserer Haustür. Im polnischen Krakau werden vom 25. bis 31. Juli etwa 600.000 Dauerteilnehmer im Alter von 14 bis 30 Jahren erwartet. Diese können sich freuen auf ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Begegnung und Gebet. Höhepunkt ist der Abschlussgottesdienst mit Papst Franziskus am 31. Juli, an dem bis zu zwei Millionen Gläubige teilnehmen werden. Mit dabei sind auch knapp 250 Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Bistum Erfurt, die sich gemeinsam mit befreundeten Brasilianern vom letzten Weltjugendtag bereits am 20. Juli auf den Weg nach Polen machen. Weihbischof Reinhard Hauke wird ihnen dazu um 9.30 Uhr im Erfurter Dom den Reisesegen geben. Noch vor dem eigentlichen Weltjugendtag können sie während der Tage der Begegnung (20. bis 25. Juli) bei Familien im Bistum Opole leben und so die Kultur des Landes kennenlernen. Bischof Ulrich Neymeyr wird sie dort besuchen.

Bereits am 12. Juli kommen 13 Jugendliche aus Brasilien mit ihrem Pfarrer nach Thüringen. Teilnehmer aus dem Bistum Erfurt hatten sie während der Begegnungstage in Caico vor dem letzten Weltjugendtag 2013 kennengelernt. In den letzten drei Jahren hatten die Thüringer Jugendlichen mit dem Projekt "Brazil‘s in Germany" und mit Unterstützung des ehemaligen Jugendpfarrers Timo Gothe bei verschiedenen Aktionen mehr als 10.000 Euro an Spenden gesammelt, um ihren brasilianischen Freunden eine Teilnahme am Weltjugendtag in Krakau zu ermöglichen. Ihnen wollen sie nun, bevor die Erfurter Bistumsgruppe am 20. Juli startet, noch ein wenig Thüringer Kultur nahebringen. So sind Besuche geplant in der Gedenkstätte Buchenwald, auf dem Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich, in der Landeshauptstadt Erfurt, auf der Wartburg sowie in verschiedenen Orten des Eichsfelds. Untergebracht sind die brasilianischen Gäste im Otto-Neururer-Haus der Pfarrei Weimar. "Ich habe erst einmal ausreichend Schlafsäcke und Isomatten besorgt", berichtet Gothe (nun Pfarrer in Weimar) "denn diese Utensilien werden die Brasilianer nicht im Gepäck haben. In Brasilien schlafen Jugendliche, wenn sie unterwegs sind, eher in Hängematten." Die letzten drei Tage in Thüringen verleben die südamerikanischen Jugendlichen dann bei Familien in Diedorf, Kleinbartloff, Gernrode, Sondershausen  Erfurt und Saalfeld. Höhepunkt der Begegnungstage "Brazil’s in Germany" ist die Thüringer "Weltjugendtagsnacht" am 15. Juli auf dem Hülfensberg bei Geismar, zu der auch weitere interessierte Jugendliche des Bistums Erfurt eingeladen sind. Nach dem Kreuzweggebet um 18.00 Uhr gibt es Abendessen, ein Taizé-Gebet und Lagerfeuer.

Jugendgruppe aus Brasilien im Altarraum einer Kirche


Gemeinsam mit den jungen Brasilianern machen sich am 20. Juli knapp 200 Jugendliche und junge Erwachsene aus den verschiedenen Regionen des Bistums Erfurt (unter ihnen etwa 60 Teilnehmer aus dem Eichsfeld) auf den Weg ins Bistum Opole (Oppeln). Am Ende des Gottesdienstes um 9.30 Uhr im Erfurter Dom spendet ihnen Weihbischof Reinhard Hauke den Reisesegen. Danach fahren sie mit vier Reisebussen zu den "Tagen der Begegnung", die bis zum 25. Juli in vier Gemeinden des Bistums Opole stattfinden. Um die Kultur und die Menschen vor Ort besser kennenlernen zu können, werden die Jugendlichen der Erfurter Bistumsgruppe in polnischen Familien untergebracht sein. Gemeinsame Aktionen während dieser Zeit sind ein "Tag des sozialen Engagements" mit verschiedenen kleinen Projekten sowie der große Bistumstag mit vielen anderen ausländischen Gästen auf dem Annaberg (Wallfahrtsort, 25 km südlich von Opole). Während dieser Begegnungstage wird auch der Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr im Bistum Opole zu Gast sein.

Am 25. Juli geht es dann weiter nach Krakau, wo der eigentliche Weltjugendtag beginnt. Dort stoßen noch weitere 50 Jugendliche sowie der Erfurter Weihbischof Reinhard Hauke zur Erfurter Bistumsgruppe hinzu. Während der Tage in Krakau gibt es zahlreiche Angebote, wo die Teilnehmer mit Jugendlichen aus der ganzen Welt zusammentreffen und lebendigen Glauben erfahren. Unter dem Motto "Selig, die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden" (Mt 5,7) werden sie an den Großveranstaltungen, den Gesprächsrunden mit Bischöfen und dem täglichen Jugendfestival teilnehmen. Einen Programmpunkt aus deutscher Perspektive bildet die als Vesper gestaltete gemeinsame "Katechese auf dem Weg" aller deutschen Pilger und Bischöfe. Sie findet am Abend des 27. Juli am Sanktuarium des heiligen Johannes Paul II. und dem Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki statt.


Höhepunkt des Weltjugendtages werden die Vigilfeier am 30. Juli und die Abschlussmesse am 31. Juli gemeinsam mit allen Teilnehmern sowie Papst Franziskus sein. Auf dem CAMPUS MISERICORDIAE (ein Gelände östlich von Krakau) werden dann bis zu zwei Millionen Pilger erwartet. Am 1. August startet die Heimreise zurück nach Thüringen.

Sehr erfreut und dankbar ist der Bereich Kinder und Jugend des Erfurter Seelsorgeamtes, dass die Pilgerfahrt finanziell unterstützt wird vom Bonifatiuswerk der Deutschen Katholiken sowie vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.


Was ist ein Weltjugendtag?
Bei einem Weltjugendtag ist auf besonders eindrucksvolle Weise die Weltkirche zu erleben. Alle zwei bis drei Jahre findet dieses einwöchige Treffen mit mehreren hunderttausend katholischen Jugendlichen aus aller Welt statt. Die letzten Weltjugendtage waren 2005 in Köln, 2008 in Sydney, 2011 in Madrid und 2013 in Rio de Janeiro. Einladender ist der Papst, der auch an den Weltjugendtagen teilnimmt. Die jungen Christen feiern bei den Gottesdiensten ihren Glauben, hören Bibel-Texte und sprechen darüber, erleben ein umfangreiches Kulturprogramm (Konzerte, Ausstellungen, Theatervorführungen) und knüpfen vielfältige neue interkulturelle Kontakte. Fast alle deutschen Bistümer und viele Verbände und geistliche Gemeinschaften werden mit insgesamt rund 16.000 Teilnehmern im Alter von 14 bis 30 Jahren nach Krakau reisen.

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