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Erfurter Bischof sendet Manuela Ringleb und Christian Bargel als Gemeindereferenten. Seine Predigt verweist auf die Geschichte des Propheten Elia


Porträtfotos zweier Gemeindereferenten aus dem Bistum Erfurt


Erfurt.
Bischof Ulrich Neymeyr sendete am Samstag, 18. Juni im festlichen Rahmen einer heiligen Messe Manuela Ringleb und Christian Bargel als Gemeindereferenten in den Seelsorgedienst des Bistums Erfurt.

Ringleb und Bargel erklärten sich im Gottesdienst bereit, die frohe Botschaft des Evangeliums zu verkünden und am Aufbau der Kirche im Bistum mitzuwirken. Bei der Sendung spricht der Bischof die Worte: "Verkünden Sie das Wort Gottes in der Ortsgemeinde in Wort und Beispiel, damit Glaube, Hoffnung und Liebe in den Herzen der Menschen geweckt und gefestigt werden." Anschließend überreichte er den neuen Gemeindereferenten die Ernennungsurkunde, ein Kreuz und eine besonders gestaltete Kerze, die an diesen Tag erinnern soll. Mit den Neuen gibt es 53 Gemeindereferentinnen und -referenten im aktiven Dienst des Bistums Erfurt.

Manuela Ringleb wurde am 3.12.1986 geboren und wuchs in Hüpstedt auf. Nach dem Abitur in Dingelstädt studierte sie Katholische Theologie in Erfurt und Brixen und schloss das Studium als Diplom- Theologin im Jahr 2013 ab. Es folgte ein berufspraktisches Jahr in den Pfarreien Arnstadt und Ilmenau. Seit August 2014 arbeitet sie als Gemeindeassistentin in den Pfarreien St. Martin Kirchworbis und St. Stephan Gernrode sowie als Klinikseelsorgerin im Haus Elisabeth, Worbis, des Eichsfeld-Klinikums. Ihre Berufsentscheidung verdankt sie der Prägung durch ihre Familie und der Beheimatung in der Kirche, wo sie als Ministrantin, in der Jugendarbeit und bei Jugendveranstaltungen viele positive Erfahrungen machte. Manuela Ringleb, der Kontakte und die Arbeit mit Menschen wichtig sind, sieht sich in der Seelsorge als Wegbegleiterin, die mit den Menschen auf der Suche nach Gott sein möchte. Auch künftig wird sie zwei Aufgaben haben. 75 Prozent ihrer Arbeitszeit gehören der Gemeindeseelsorge in der Pfarrei St. Antonius mit den Kirchorten Worbis, Kirchworbis, Breitenworbis und Gernrode, 25 Prozent der Klinikseelsorge im Haus Elisabeth.

Christian Bargel, geboren am 22.08.1988 in Rudolstadt, leistete nach dem Abitur 2008 und einem verkürzten Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) seinen Zivildienst beim Kolping-Werk in Erfurt ab. Von 2010 bis 2014 studierte er Religionspädagogik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und schloss es mit dem Diplom ab. Sein berufspraktisches Jahr führte ihn 2013 in die Pfarrei Mühlhausen, 2015 wechselte er als Gemeindeassistent in die Pfarreien Meiningen und Suhl, wo er auch nach seiner Sendung als Gemeindereferent weiter arbeiten wird. Schon als Jugendlicher engagierte sich Christian Bargel gern im Centro, einer Einrichtung der katholischen offenen Jugendarbeit in Rudolstadt, und im Dekanat Weimar. Im Centro führte er auch viele Gespräche, wie sein weiterer Lebensweg aussehen könnte. Den letzten Anstoß für die Religionspädagogik und die Seelsorge erhielt er bei einem Besuch der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé (Frankreich). Christian Bargel hofft, durch seine Arbeit für die Kirche den Menschen einen Treffpunkt und ein Zuhause anbieten zu können.

Die Predigt des Bischofs finden Sie hier als PDF-Datei

Stichwort: Gemeindereferentin, Gemeindereferent
Der Beruf der Gemeindereferentin und des Gemeindereferenten bietet Laien (katholische Christen, die weder Priester noch Diakon sind) eine Möglichkeit, in der katholischen Kirche das Gemeindeleben hauptamtlich mitzugestalten. Sie kümmern sich gemeinsam mit dem Pfarrer um die Belange der Pfarrgemeinde. Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten regen zur Mitarbeit in der Gemeinde an und stehen als Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner zu Verfügung. Arbeitsfelder sind die Kinder- und Jugendarbeit, Erwachsenenbildung und Altenpastoral, Religionsunterricht und Gottesdienstvorbereitung. Die Ausbildung für das Bistum Erfurt umfasst in der Regel ein dreijähriges Vollstudium und ein berufspraktisches Jahr in einer Pfarrgemeinde. Daran schließen sich zwei Jahre als Gemeindeassistent(in) an. Diplomtheologinnen und Diplomtheologen steht der Beruf ebenfalls offen.

23.06.2016



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