"Nichts kann uns von Gottes Liebe trennen"

Bischof segnet erwachsene Taufbewerber und lässt sie zur Taufe in der Osternacht zu


Der Erfurter Bischof Neymeyr segnet einen erwachsenen Taufbewerber

Erfurt (BiP). Der Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr hat dreizehn Erwachsene in einem Gottesdienst im Erfurter Dom am Samstagabend (13.2.) zur Taufe in der Osternacht zugelassen. Die sieben Frauen und sechs Männer stammen aus Erfurt, Gotha, Jena, Eisenach, Nordhausen und Teistungen. Drei weitere Erwachsene, die bereits evangelisch getauft sind, werden an Ostern in die katholische Kirche eintreten. Wie den Taufbewerbern legte der Bischof auch ihnen im Gottesdienst die Hände segnend auf, nachdem sich die Männer und Frauen in die Taufbücher ihrer Kirchengemeinden eingetragen hatten. In seiner Predigt sagte Bischof Neymeyr, dass die Taufe nicht nur ein Ritus sei, durch den man Mitglied in der Kirche werde. Vielmehr ziehe sie den Menschen in das göttliche Leben hinein. Durch die Taufe hätten die Menschen Anteil an Tod und Auferstehung Jesu Christi. „Nichts kann uns von seiner Liebe trennen, Gott lässt uns nicht fallen“, betonte der Bischof.


Stichwort: Taufe
Die Taufe ist eines von sieben Sakramenten der katholischen Kirche und steht am Anfang der Eingliederung (Initiation) in die Kirche. Der Prozeß der Eingliederung erfolgt mehrstufig und ist erst mit dem Empfang des Firmsakramentes, das die Taufe vollendet, und der Eucharistie ganz vollzogen. Taufe, Firmung und Eucharistie heißen darum auch Initiationssakramente. Erwachsene Taufbewerber empfangen die Initiationssakramente meist in ein und demselben Gottesdienst.
Getauft wird durch Übergießen mit Wasser oder durch Untertauchen des Täuflings. Außerdem gehören zur Feier der Taufe neben dem Taufakt Gebet, Predigt, Glaubensbekenntnis, Fürbitten und Gesänge.
Im Verständnis der Kirche beginnt mit der Taufe ein neues Leben: Gott nimmt sich des Täuflings als Kind an. Dem Getauften sind die Sünden vergeben, der Tod als Folge der Sünde hat durch den Tod und die Auferstehung Jesu keine Macht mehr über ihn. In der Gemeinschaft der Gläubigen kann er so nach dem Vorbild Jesu und aus dem Geist Gottes leben.
Unabhängig davon, ob die Täuflinge als Kinder oder Erwachsene getauft werden, ist die Taufe kein punktuelles Geschehen. Die Gläubigen sind immer wieder gefordert, sich an sie zu erinnern und ihre Glaubenspraxis dementsprechend zu erneuern.
Wiederholbar ist die Taufe nicht. Einmal gespendet, behält sie auch bei einem Austritt aus der Kirche ihre Gültigkeit.


13.2.2016



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