Mit 14,6 Millionen Euro 894 Projekte gefördert

Bonifatiuswerk veröffentlicht Jahresbericht 2014



Generalsekretär und Präsident des Bonifatiouswerkes zeigen Jahresbericht 2014
Monsignore Georg Austen (Generalsekretär) und Heinz Paus (Präsident des Bonifatiuswerkes) präsentieren den Jahresbericht 2014 des Bonifatiuswerkes.


Paderborn. Das Bonifatiuswerk hat gestern (2.6.) seinen Jahresbericht 2014 veröffentlicht. Im vergangenen Jahr konnte das "Hilfswerk für den Glauben" Einnahmen in Höhe von 22,5 Millionen Euro für die Unterstützung der Katholiken in der Diaspora in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum erzielen. Während der Jahrespressekonferenz in Paderborn gab Generalsekretär Monsignore Georg Austen bekannt, dass das Bonifatiuswerk u.a. mit seiner Bau-, seiner Verkehrs-, seiner Glaubens- sowie seiner Kinder- und Jugendhilfe 894 Projekte mit 14,6 Millionen Euro unterstützen konnte. Davon wurden erstmals Fördergelder in Höhe von 4,2 Millionen Euro für Projekte des Diaspora-Kommissariats in Nordeuropa über das Bonifatiuswerk weitergeleitet.
"Im Vergleich zum Vorjahr sind die Fördergelder um rund 4,3 Millionen Euro gestiegen. Dies resultiert nahezu in voller Höhe aus den erstmals weitergeleiteten zweckgebundenen Mitteln des Diaspora-Kommissariates und aus dem Anstieg der Erträge aus Vermächtnissen und Schenkungen", sagte der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus. Er bedankte sich bei allen Spendern und Förderern für ihr Engagement und ihre Unterstützung. "Durch ihre Hilfe hat der Glaube auch dort eine Zukunft, wo Katholiken nur eine kleine Minderheit bilden", fügte Paus hinzu.

Hilfen des Bonifatiuswerkes
Das Bonifatiuswerk förderte in seinen Projektregionen 76 Bauprojekte mit 3,4 Millionen Euro, 736 Projekte der Kinder- und Jugendhilfe mit 1,9 Millionen Euro und 28 Projekte der Glaubenshilfe mit 629.000 Euro. Durch die Verkehrshilfe konnte die Anschaffung von 38 BONI-Bussen und Gemeindefahrzeugen für mehr als 800.000 Euro finanziert werden. In missionarische Projekte und Initiativen zur Neuevangelisierung sowie die religiöse Bildungsarbeit flossen 2,2 Millionen Euro, in die Projektbetreuung und -begleitung rund 386.000 Euro.
In Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland und Island förderte das Bonifatiuswerk im vergangenen Jahr Projekte mit 1,5 Millionen Euro, in Estland und Lettland mit 860.000 Euro. Für künftige Projekte wurden Rücklagen in Höhe von 4,7 Millionen Euro gebildet. Zudem wurden insgesamt 1,1 Millionen Euro für zweckgebundene Spenden weitergeleitet und für die Arbeit der Diözesan-Bonifatiuswerke und die Aus- und Weiterbildung von Seelsorgern aufgebracht.

Engagement des Bonifatiuswerkes
Das Bonifatiuswerk erhielt Kollekten in Höhe von 4,6 Millionen Euro, Spenden und Beiträge in Höhe von 2,8 Millionen Euro und Vermächtnisse und Schenkungen in Höhe von 6,7 Millionen Euro. Zudem konnten 3,4 Millionen Euro aus vermögenswirksamen und sonstigen Einnahmen eingenommen werden. Aus kirchlichen Haushaltsmitteln erhielt das Bonifatiuswerk 664.500 Euro für die Hilfe in Nordeuropa.
Die rückläufige Entwicklung der Diaspora-Kollekte hat sich verlangsamt. Zum Stichtag des Jahresberichts belief sich die Einnahme auf 2,2 Millionen Euro (2013: 2,3 Millionen Euro). "Wir müssen jedoch bedenken, dass einige Überweisungen noch nicht eingegangen waren, so dass die Differenz noch etwas niedriger ausfallen kann. Trotzdem betrachten wir mit Sorge, dass sich die Umstrukturierung der Gemeinden, die abnehmende Gottesdienstbesucherzahl sowie ein Vertrauensverlust in die Kirche negativ auf die Kollekten auswirken", erklärte Austen.
Aufgrund geburtenschwacher Jahrgänge haben erneut weniger Kinder und Jugendliche die Erstkommunion und das Firmsakrament empfangen. Erfreulich ist, dass die Gabe der Firmbewerber trotzdem auf 758.000 Euro (2013: 661.000 Euro) gestiegen ist. Die Gabe der Erstkommunionkinder hingegen reduzierte sich auf 1,7 Millionen Euro (2013: 1,8 Millionen Euro). Für die Verkehrshilfe des Bonifatiuswerkes spendeten Gläubige in den Diözesen Hamburg und Hildesheim 64.000 Euro.

Auftrag und Ausblick des Bonifatiuswerkes
Das Bonifatiuswerk unterstützt Katholiken überall dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation ihren Glauben leben und fördert so die Seelsorge in den Bereichen der Deutschen- und Nordischen Bischofskonferenz (Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland und Island) sowie in den baltischen Staaten Estland und Lettland.
"Die Ziele und der Auftrag von damals sind heute aktueller denn je. Dies zeigt sich daran, dass Deutschland mehr und mehr zur Diasporaregion wird. Wir sehen diese Entwicklung aber nicht als ein Schreckgespenst. Vielmehr stellen wir uns dieser Herausforderung, indem wir unsere finanzielle Hilfe weiter konsolidieren, unsere Transparenz weiterhin erhöhen, unsere alte Kirche jung erhalten und die Menschen auf den Geschmack des Evangeliums bringen. Die Katholiken in der Diaspora brauchen unsere Solidarität, um eine lebendige Glaubensgemeinschaft erfahren zu können" sagte Austen.

Hier kann der Jahresbericht nachgelesen werden

Pressemitteilung des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken. Den Inhalt verantwortet der Absender.

03.06.2015

Bonifatiuswerk veröffentlicht Jahresbericht 2014



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