Abriss im Kloster

Historische Ansicht des UrsulinenklostersErfurt (BiP). Im Erfurter Ursulinenkloster ist es die längste Zeit ruhig geblieben. Am Mittwoch, 8. April beginnt der Abriss des sogenannten Rektorhauses, das im Innenhof dem Konventsgebäude gegenüber liegt. Hier hatte früher der Priester gewohnt, der die Schwestern seelsorgerisch betreute; zuletzt wurde es als Wohn- und Gästehaus benutzt.

Die Ursulinen müssen sich verändern. Das Kloster ist der Gemeinschaft von nur neun Schwestern im Alter von 62 bis 80 Jahren zu groß geworden. Sie entschieden sich daher vor drei Jahren, nur noch einen Teil des Klosters zu nutzen und die anderen Räumlichkeiten dem Caritas-Verband des Bistums Erfurt zur Verfügung zu stellen. Der soll dort 2016 mit seiner Verwaltung einziehen – Tür an Tür mit den Schwestern. Denn an der Stelle des alten Rektorhauses entsteht ein behindertengerecht eingerichtetes Wohnhaus für die Ursulinen, das so angelegt ist, dass es vom Bistum Erfurt weiter genutzt werden kann, wenn einmal keine Ursuline mehr in Erfurt leben sollte.

Wegen der knappen Raumverhältnisse und der fehlenden Zufahrt für größere Fahrzeuge kann beim Abriss des Rektorhauses kein schweres Gerät zum Einsatz kommen. Daher dauert es etwa sechs bis acht Wochen, das Gebäude vom Bildungshaus aus in Richtung Anger nach und nach abzutragen. Wer nicht den Klosterhof durch den Torbogen am Anger betritt, wird von den Abrissarbeiten kaum etwas bemerken. Auch der Betrieb von Bildungshaus und Kindergarten auf dem Klostergelände läuft wie gewohnt weiter. Allerdings ist der Zugang zum Bildungshaus St. Ursula dann nicht mehr über den Anger, sondern nur über den Haupteingang in der Trommsdorffstraße möglich.

Der Bau des neuen Konventsgebäudes soll im Juni beginnen. Zuvor lässt das Bischöfliche Bauamt in einem zwei bis vier Meter tiefen Graben im Innenhof des Klosters die Versorgungsanschlüsse für Strom, Wasser, Abwasser, Gas, Fernwärme und Telekommunikationstechnik verlegen. Die Installation muss so erfolgen, dass die Versorgung von Kloster, Bildungshaus und Kindergarten nicht beeinträchtigt wird. Läuft alles weiterhin wie geplant, können die Ursulinen im späten Frühjahr 2016 ihr neues Domizil beziehen.

Caritas-Verwaltung zieht ins Ursulinenkloster ein

2.4.2015



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