Kolping-Sühneandacht in Buchenwald

Bußgang der Kolping-Gemeinschaft auf dem Ettersberg hat Tradition


Sühnegang in Buchenwald

Sühnegang der Thüringer Kolpingsfamilien über den Appellplatz des einstigen

KZ Buchenwald


Kurz vor dem 70. Jahrestag der Befreiung des ehemaligen KZ Buchenwald trafen sich am dritten Fastenwochenende erneut Mitglieder Thüringer Kolpingsfamilien zu ihrer traditionellen Sühneandacht auf dem Ettersberg bei Weimar. Die "Kolpinger" aus Weimar, Pößneck, Suhl, Rudolstadt und Erfurt zogen betend über das weite Gelände der heutigen Gedenkstätte und gedachten an verschiedenen Stationen der vielen unschuldigen Opfer von Gewalt. So beteten sie vor den Zellen des evangelischen Pfarrers Paul Schneider und des vor genau 75 Jahren hier ermordeten katholischen Prälaten Otto Neururer - ebenso auch am einstigen sowjetischen Speziallager und im Hof des früheren Krematoriums.

Pfarrer Horst Klemm, der die Andacht seit Jahren leitet, erinnerte diesmal besonders an die Ursachen und Formen von Gewalt, die sich für Christenmenschen stets ausschließe. Der traditionelle Bußgang der Thüringer Kolping-Gemeinschaft endete mit dem gemeinsamen Gebet für alle Opfer ungerechter Gewalt sowie für die vielen Notleidenden unserer Zeit.

Bereits seit 1958 organisieren die Thüringer Kolpingsfamilien Sühneandachten in Weimar bzw. im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald, in dem während der Naziherrschaft auch mindestens zwei Kolpingmitglieder den Märtyrertod starben.   
Michael Meinung

17.3.2015



Impressum | Sitemap | Kontakt
powered by St. Benno-Verlag