"Dona nobis pacem"

Erfurter Christen trafen sich vor dem ehemaligen Stasi-Gefängnis in der Erfurter Andreasstraße, um dankbar und mahnend des Mauerfalls zu gedenken


Christen vor Gedenkstätte in Erfurt


Erfurt.
An den Mauerfall vor 25 Jahren und das große Engagement der Kirchen und Christen in der friedlichen Revolution wurde gestern bei einer Gedenkfeier vor dem ehemaligen Erfurter Stasi-Gefängnis in der Andreasstrasse erinnert.

Über 100 Vertreter evangelischer und katholischer Kirchengemeinden waren dem Aufruf des Erfurter Kolpingwerkes gefolgt, das in die heutige Gedenk- und Bildungsstätte eingeladen hatte. Ihr ergreifendes Gedenken begann mit einem musikalischem Memento auf Saxophon des Erfurter Nerly-Band-Leaders Bernhard Wundrak. Kolping-Vorsitzender Michael Meinung würdigte den spezifischen Beitrag  der christlichen Kirchen, die auch in Erfurt Ausgangspunkt der Demonstrationen gewesen waren. Besonders hob er hervor, dass die Lorenzkirche am Anger das erste Gotteshaus der DDR war, in dem bereits 1978 Friedensgebete stattfanden.

Gleichzeitig erinnerte Meinung daran, dass die kirchlichen Synodalbewegungen, die Ökumenische Versammlung, die Studentengemeinden oder auch die 150 Kolpingsfamilien der DDR gute Lernorte der Demokratie waren, wo Christen in ihrem Einsatz für die friedliche Revolution bestärkt wurden. Eine Lehre für heutige Christen sei es daher, sich nicht aus der Zivilgesellschaft zurück zu ziehen, weil so Diktaturen möglich würden.

Die Feier, der sich eine Sonderführung der Stiftung Ettersberg  durch das ehemalige Stasi-Gefängnis anschloss, endete mit einem Gebet von Domvikar Bernhard Drapatz und dem gemeinsamen Lied "Dona nobis pacem".

Michael Meinung

Pressemitteilung des Kolpingwerks Erfurt. Den Inhalt verantwortet der Absender.

10.11.2014



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