Ökumenisches Friedensgebet in Eisenach gedenkt des Mauerfalls

Seit 25 Jahren treffen sich jeden Montag um 17 Uhr Beter für den Frieden. Am 3. November wird das Friedensgebet anders als sonst gestaltet.

zwei brennende KerzenEisenach. Seit der friedlichen Revolution in der DDR treffen sich bis heute Christen verschiedener Konfessionen an jedem Montag um 17 Uhr zum ökumenischen Friedensgebet in Eisenach. Im Gedenken an den Mauerfall vor 25 Jahren wird am 3. November um 17.00 Uhr Altbischof Dr. Werner Leich im Rahmen des Friedensgebetes in der Annenkirche eine Predigt halten. Der Gottesdienst wird von OKR. i.R. Johann-Friedrich Krüger und Pfarrer Msgr. Heinz Gunkel vorbereitet. Der Organist der Eisenacher Elisabethgemeinde, Reinhold Keitsch, spielt die Orgel.

Am 12. September 1989 gab der Erfurter Bischof Joachim Wanke in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender der Berliner Bischofskonferenz ein Interview zu aktuellen Fragen. Ausgehend von der wachsenden Zahl derer, die die DDR in den Wochen zuvor Richtung Westen verlassen hatten, forderte der Bischof, die anstehenden gesellschaftlichen Probleme offen anzusprechen und zu lösen.
Ein von Landesbischof Dr. Werner Leich verfasster "Hirtenbrief an die Gemeinden" wurde am 15. Oktober in den Gottesdiensten verlesen. In ihm wurde zu einer Erneuerung von Staat und Gesellschaft aufgefordert. Am darauffolgenden Tag trafen sich Tausende Eisenacher in der Georgenkirche zum ersten großen Friedensgebet.

Die Friedensgebete finden nun allwöchentlich montags in der Georgenkirche statt. Die Zusammenkunft von Vertretern der Bürgerbewegung, der Kirche und des Staatsapparates am 19. Oktober im Rat des Kreises stellt die Geburtsstunde der "Rundtisch-Gespräche" auf dem Boden der DDR dar. Moderatoren des abendlichen Gesprächs waren Superintendent Henrich Herbst und der katholische Pfarrer Dr. Hans-Andreas Egenolf.

Pressemitteilung der Pfarrei St. Elisabeth, Eisenach. Den Inhalt verantwortet der Absender.

30.10.2014



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