Ein herausragender Seelsorger

"Das Bistum Mainz nimmt gewiss nicht gerne Abschied von Weihbischof Dr. Neymeyr", so der Mainzer Kardinal Lehmann zur Ernennung seines Weihbischofs zum Bischof von Erfurt

Weihbischof Neymeyr im GesprächMainz. Um 12 Uhr des heutigen Tages wird in Rom und Erfurt bekannt gegeben, dass Papst Franziskus den Mainzer Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr zum Bischof von Erfurt und damit zum Nachfolger von Bischof Dr. Joachim Wanke (1994-2012) ernannt hat.

Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr ist 1957 in Worms-Herrnsheim geboren, wurde 1982 durch Hermann Kardinal Volk zum Priester geweiht, von Papst Johannes Paul II. 2003 zum Weihbischof in Mainz ernannt und im Mainzer Dom am 21. April 2003 zum Bischof geweiht. Er ist Mitglied des Mainzer Domkapitels und Bischofsvikar für die Jugendseelsorge. In der Deutschen Bischofskonferenz arbeitet er intensiv mit in den Kommissionen für die Medien und für die Jugendpastoral.

Das Bistum Mainz nimmt gewiss nicht gerne Abschied von Weihbischof Dr. Neymeyr, der nach dem Tod von Weihbischof Dr. Werner Guballa (2012) als einziger Weihbischof in Mainz wirkte. Wir freuen uns jedoch über die Anerkennung, die Weihbischof Neymeyr durch Papst Franziskus und das Domkapitel in Erfurt gefunden hat. Er hat in über elf Jahren eine herausragend gute seelsorgliche Arbeit geleistet, nicht zuletzt auch in der Jugendpastoral.

Auch wenn uns der Verzicht auf die unmittelbare Mitarbeit des Weihbischofs vor Ort nicht leichtfällt, so gönnen wir gerade dem Bistum Erfurt diesen in vielen Aufgaben bewährten Bischof. Dies erklärt sich auch aus einer langen Verbindung zwischen Mainz und Erfurt. Über 1200 Jahre gehörten beide in einer engen Gemeinschaft zusammen. Auch nach dem Ende des alten Erzbistums Mainz 1802 gab es vor allem während der kommunistischen Zeit einen regen Austausch von Erfahrungen und auch mannigfache Unterstützung, besonders in der Jugendseelsorge, in der Hochschulpastoral und in der Laienarbeit. Die Städte Manz und Erfurt sind im Übrigen seit 1988 durch eine Städtepartnerschaft verbunden. Ich selbst habe als Theologe und ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (1987-2008) sowohl mit den Bischöfen Hugo Aufderbeck, Joachim Wanke als auch mit der Theologischen Fakultät engen Kontakt gepflegt.

Die Verabschiedung von Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr in Mainz am Sonntag, 16. November 2014, verbunden mit der Vesper um 15 Uhr im Dom, wird mir Gelegenheit geben, Ulrich Neymeyr von Herzen für seinen Dienst im Bistum Mainz zu danken. Wir wünschen ihm heute schon zu seinem Beginn im Bistum Erfurt am 22. November 2014 Gottes reichen Segen mit allen Gaben des Geistes zur Führung der Kirche in Erfurt.

Ich werde unverzüglich Papst Franziskus bitten, der Wiederbesetzung der Stelle zuzustimmen. Danach werde ich möglichst bald mit Hilfe der bisher schon bewährten Beratungen eine Liste für die Nachfolge in Rom einreichen.

+ Karl Kardinal Lehmann

19.9.2014

"Das Bistum Mainz nimmt gewiss nicht gerne Abschied von Weihbischof Dr. Neymeyr", so der Mainzer Kardinal Lehmann zur Ernennung seines Weihbischofs zum Bischof von Erfurt



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